Links und Infos rund um das Hobby

Monat: April 2021 (Seite 1 von 3)

39 196

Eine Schnellzuglok für den schweren Personenverkehr ist heute am Bahnhof von Wolfistadt, die 39 196, eine ehemals Preussische P10 später Baureihe 39.

Das Modell ist vom italienischen Modellbahnhersteller Rivarossi nach 2001 hergestellt und dieser Zeit entsprechend weitestgehend in Kunststoff ausgeführt, dafür aber recht schön detailliert.

Das Vorbild wurde 1925 gebaut und in den Dienst der Reichsbahn genommen und fuhr bis 1967 noch für die DB (siehe s/w Bilder).
Eine Besonderheit an der Lok ist das Dreizylinder-Heißdampf-Triebwerk mit unabhängiger Steuerung, der dritte Zylinder liegt schräg in der Mitte zwischen den anderen beiden.

Zwei Loks dieser Baureihe gibt es heute noch:
Die 39 230 des DB Museums ist derzeit im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt zu sehen (siehe letztes Bild),
die 39 184 steht im nichtöffentlichen Werksmuseum von Alstom in Salzgitter-Watenstedt.

Wo finde ich die Infos zu Loks

https://de.wikipedia.org/wiki bringt bei der Suche nach Baureihen sehr gute Informationen zur Geschichte.
https://www.dampflokomotivarchiv.de enthält „Lebenslauf“ und Bilder konkreter Lokomotiven, die man per Loknummer suchen kann.
http://www.modellbau-wiki.de/wiki bringt bei der Suche nach Baureihen sehr gute Infos zu der Umsetzung der verschiedenen Modellbahnhersteller.
http://maerklin-sammler-infos.de/ und
https://www.lokmuseum.de/ zeigen für die Märklinmodelle technische Infos als auch Merkmale verschiedener Modelvarianten.
https://www.bahnbilder.de hat eine tolle Sammlung historischer Bilder in der man nach Loknummern suchen kann.
… und manchmal hilft dann noch Google etwas.

89 066

Heute mal wieder eine ganz alte Dame am Bahnhof von Wolfistadt: die 89 066.

Unter der BR 89 wurden verschiedene Rangierloks zusammengefasst. Hier eine Preussische T8 von 1908, von deren Bauart 100 Stk für die Preussichen Staatseisenbahnen gebaut wurden. Erst beim Übergang an die Deutsche Reichsbahn erfolgte die Nummerierung als 89 001 – 89 078, da waren schon 22 anderweitig verkauft. Auch der Rest ging bald danach an verschiedene Privatbahnen. Sechs davon kamen wieder zur Reichsbahn zurück und eine davon tat bis 1965 noch für die DB ihre Dienste.

Erhalten ist heute noch die 89 1004 (mutmaßlich die ehemalige 89 066) im DB Museum Halle (siehe die beiden s/w Bilder).

Das oben gezeigte Modell (3104) von Märklin wurde zwischen 1980 und 1986 gefertigt.

E 32 103

die E 32 103 aus der Baureihe E 32 (ursprünglich „bayrische EP2“) war heute auf dem Bahnhof von Wolfistadt zu sehen.

Das Modell wurde von Roco zwischen 1980–1986 unter der Nr. 4145A als Wechselstrom-Version für Märklinbahnen verkauft.

Das Original wurde1925 gebaut und in Betrieb genommen mit der Nummer E 32 18. 1936 wurde das Getriebe umgebaut zu Gunsten einer höheren Maximalgeschwindigkeit (von 75km/h auf max. 90km/h) und lief
ab da unter der Betriebsnummer E 32 103 (siehe 2.Bild).

1968 beim Übergang zur DB wurde sie umnummeriert zu 132 103-3 und schliesslich 1972 in München ausgemustert.
Besonderheit dieser Baureihe ist der Schrägstangenantrieb,
der auf dem Bild vom Modell sehr gut zu sehen ist.

Eine der Baureihen Schwestern, die E 32 27, ist noch als Ausstellungsstück im Eisenbahnmuseum Bochum zu sehen (sh. 3. und 4. Bild)

18 478

Heute wieder ein Klassiker in Wolfistadt, die bayrische S 3/6 mit der Betriebsnummer 18 478, die sie 1926 bei der Übernahme durch die Deutschen Reichsbahn bekam.

Das Original wurde 1918 gebaut und als Nr. 3673 in Betrieb genommen.
Die Baureihe S 3/6 hatte ein Vierzylinder-Verbundtriebwerk und
für den Schnellzugdienst eine Radhöhe von 1870mm.

Nach ihrer Ausmusterung in den Sechzigern hatte die 3673/18 478 eine wechselvolle Geschichte: sollte in der Schweiz verschrottet werden, wurde von einem Privatier „gerettet“, mehrfach renoviert, einmal auch gesponsort von Märklin (Bild 3) und ist heute wieder betriebsbereit im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen (Bild 4).

Ich hab noch keine Lokomotive recherchiert, die den Luxus bot zwei eigene Portrait-Filmchen in YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=bCBKRNK4DDM, https://www.youtube.com/watch?v=VtYtbEBtrOU) und einen eigenen Abschnitt in der WikiPedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_S_3/6#18_478) zu haben.

Das Modell von Märklin wurde unter der Nummer 3093 zwischen 1974 und 1976 gebaut. Natürlich gibt/gab es das Modell von Märklin auch in dem selbstgesponsorten blaugrau (Nr 37186) und im klassischen grün (Nr 3092 oder 37182).

Ae 3/6 II 10460

Heute mal eine E-Lok in Wolfistadt: die 10460 aus der Reihe Ae 3/6 II der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

Das Modell stammt wahrscheinlich aus den 60ern. Wurde Anfang der 80er zwar nochmal aufgelegt, dann aber mit bräunlicher Färbung der Dachkanten.

Das Original wurde in 1921 bis 1926 für die elektrifizierten Bahnstrecken der SBB gebaut und bis in die 70er Jahre betrieben. Die Schwesterlok 10439 (siehe 2. Bild) wird (als einzige aus der Baureihe) heute noch für Sonderfahrten eingesetzt.

Eine Besonderheit an dieser Baureihe ist der Stangenantrieb (siehe auch 3.Bild in s/w), der – unter anderem – das Schleudern einzelner Antriebsräder unterdrückt, aber für höhere Geschwindigkeiten eher ungeeignet ist. Später wurde der Stangenantrieb deshalb nur noch bei Rangierlokomotiven eingesetzt.

44 690

Heute mal etwas für die Freunde schwerer Güterloks: Die 44 690 steht am Bahnhof von Wolfistadt.

Das Original wurde 1941 gebaut und in Betrieb genommen. 1950 nach einem Unfall abgestellt und 1954 ausgemustert.
Eine Güterlok mit einer Eigenmasse von 110t, für die Beförderung von Güterzügen bis 1.200 Tonnen auf Mittelgebirgsstrecken und bis 600 Tonnen auf Steilrampen (siehe die beiden s/w Fotos).

Die Baureihe wurde schon seit 1929 gebaut. Teilweise wurden die Maschinen auf Ölbetrieb umgebaut (und dabei von BR 44 auf BR 43 umnummeriert).

Das Modell von Märklin wurde von 1955-1957 gebaut (zu erkennen an der Kennzeichnung GN800 auf der rechten Seite des Führerhauses).
Das Modell hat auf der rechten Seite vorne auch noch den Hebel für den manuellen Fahrtrichtungswechsel, also noch richtig analog 😉

Wie bei nahezu allen Klassikern legt Märklin aber immer wieder eine neue Maschine der Baureihe auf, so zuletzt 2020 die 44 1374 – natürlich digital und mit sound unter der Bestellnummer 39881.

011 056-9

Heute wieder eine Schnellzuglok zu Besuch in Wolfistadt, die 011 056-9.

Ihr Dampflokdasein startete ihr Vorbild 1940 als 01 1056 mit Stromlinienverkleidung und Höchstgeschwindigkeiten von 150km/h.

Da auf dem schlechten Nachkriegsschienennetz die Geschwindigkeit nicht gefahren werden konnte, entfernte man die Stromlinienverkleidung. Wegen Problemen mit Kesselrissen wurden fast alle Loks dieser Baureihe (BR 01.10) um 1954 mit neuen Kesseln ausgerüstet. 1968 wurde die Lok umnummeriert auf 011 056-9. Drei Jahre später erfolgte die Ausmusterung in Rheine, wo sie als Denkmallokomotive aufgestellt wurde (zweites Bild).

Ende der 80er wurde sie als Leihgabe ins Betriebswerk Darmstadt Kranichstein überstellt, wo sie heute noch zu besichtigen ist (siehe drittes Bild; Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein; https://www.bahnwelt.de/)

Märklin hat das Modell zwischen 1991 und 1995 unter der Nummer 3390 gebaut.

Mein Exemplar war beim Eintreffen total verharzt und bewegungsunfähig. Der Vorbesitzer hatte zwar versucht mit viel Öl die Maschine in Gang zu bringen, war aber offensichtlich nicht erfolgreich: Außer einem Brummen aus dem Tender, wo die Elektronik bei dem Modell untergebracht ist, machte die Lok keinen Mucks. Erst nach Lösen des Gestänges waren die blockierenden Treibachsen als Problem auszumachen.
Jetzt rennt sie wieder, wie ihr großes Vorbild zu seinen besten Zeiten.

23 014

heute stelle ich mein nächstes Restaurierungsprojekt vor:

Am Bahnhof von Wolfistadt vorgefahren ist eine 23 014 DA800, die Märklin unter der Nummer 3005 von 1954 bis 1956 fertigte (danach entfiel das DA800).
Die Lok ist in einem recht ramponierten Zustand,
aber sie läuft. Deshalb werde ich sie warten und
wieder etwas aufhübschen (ein „Nachher-Bild“ liefere ich dann nach.

Die Vorlage für diese Lok wurde 1951 von Henschel gebaut und von der DB in Betrieb genommen und fuhr bis 1974 – wie ihre zahlreichen Schwestern – hauptsächlich im Personen- und Schnellzugverkehr. Sie wurde 1968 umnummeriert zu 23 014-4. Die beiden alten Bilder zeigen sie jeweils einmal in der Zeit vor und nach 1968.
Märklin war da mit der Modellveröffentlichung 1954 zeitlich schon sehr nah dran.

Samstag 17.04.2021:

Die 23 014 DA 800 von gestern ist gewartet und gesäubert. Nach der Wartung läuft das Fahrwerk wieder sehr gut. Das Säubern mit Isopropanol dagegen hat die Schrammen and Lackblessuren am Gehäuse nur um so mehr sichtbar gemacht. Hier erstmal ein näherer Blick auf die Gehäusedetails.

Sonntag 18.04.2021:
die alte Dame 23 014 ist gewartet und aufpoliert, jetzt kann sie sich wieder in den Personenzugdienst begeben.

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