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Monat: November 2021

24 016

Heute am Bahnhof in Wolfistadt ein Exemplar der mit 16,96 m Länge kleinsten Einheitslok der Deutschen Reichsbahn, die 24 016.

Die Lok wurde 1928 von der Fa. Schichau gebaut. Von der Baureihe gab es insgesamt 95 Exemplare, die – wie andere Einheitslokomotiven auch – von verschiedenen Herstellern produziert wurden.
Mit ihrer gedrungenen Erscheinung erhielt die Baureihe den Spitznamen „Steppenpferd“.

Von der DR wurde die Lok im Betriebswerk Königsberg eingesetzt.
Nach dem Krieg war sie im britisch-amerikanischen Sektor eingesetzt und von 1949 – 1962 tat sie ihren Dienst bei der DB.
In Deutschland heute noch erhalten sind drei Exemplare:

  • 24 004 (DB Museum – Leihgabe an Geraer Eisenbahnwelten e. V., Gera)
  • 24 009 (Stiftung Dampflok 24 009, Zeven)
  • 24 083 (Dampfzug-Betriebs-Gemeinschaft e. V. / DBG – Arbeitskreis Loburger Bahn, Loburg)

Die letzteren beiden sind wohl doch immer wieder mal gemeinsam unterwegs gewesen (sh. s/w Foto aus 1976 und in Farbe aus 1996)

Das Modell von der Fa. Märklin (Art.Nr. 36240 aus dem Jahr 2008) ist sicher nicht das detaillierteste, bringt aber den Gesamteindruck der Lok sehr gut rüber.

Märklin hatte schon früh eine BR24 im Programm (Art.Nr. Märklin FM 800 von 1959), die ich hier schonmal vorgestellt hatte.

König Ludwig Zug

Die Regenten von Bayern angefangen mit Ludwig I. hatten einen Hofzug. Das Aquarell zeigt den Zug von Maximilian II.

Ludwig II. von Bayern lies diesen mit einem pompösen Salonwagen und einem Terrassenwagen ausbauen, die heute im Verkehrsmuseum in Nürnberg zu sehen sind.

Auf Grund der auffälligen Gestaltung in königlichem blau und gold konnte er damit nicht gut incognito reisen, was er wohl aber gerne tat, deshalb nutzte er den Hofzug selten.

Aber heute hat der Zug Ihrer Majestät kurz in Wolfistadt pausiert und so gelang eines der seltenen Fotos des Hofzugs.
Das Modell stammt von Märklin (ArtikelNr 2880 aus dem Jahr 1992) und zeigt den Zug gezogen von der Lokomotive „316 Tristan“, einer bayrischen B VI.

Von dieser Baureihe wurden 107 Stück zwischen 1863 und 1871 gebaut. Zwei Exemplare wurden 1923 noch von der Reichsbahn übernommen und nach dem neuen Schema in die Baureihe 34 eingeordnet und umnummeriert, aber noch im selben Jahr wurden sie auch ausgemustert.

T18 8401 Stettin

Heute eine schöne, alte Lok aus der Zeit vor 1925 am Bahnhof von Wolfistadt, die Preußische T 18 mit der Bezeichnung „8401 Stettin“.

Diese Lok wurde 1912 von der Firma Vulcan gebaut und an die Königliche Eisenbahndirektion Stettin ausgeliefert.

Die Baureihe T 18 war die letzte, die für die Königlich Preußische Eisenbahn Verwaltung entwickelt wurde.
1926 erhielt die Lok beim Übergang zur Deutschen Reichsbahngesellschaft die Betriebsnummer 78 001.

Nach den üblichen Nachkriegsverschiebungen im Amerikanisch-Britischen Sektor wurde sie von der Deutschen Bundesbahn übernommen, wo sie ihren Dienst bis zu ihrer Ausmusterung 1966 tat. Aus dieser letzten Phase stammen auch die beiden s/w Fotos.

Von den 440 zwischen 1912 und 1927 gebauten Loks dieser Bauart sind noch 7 erhalten, eine sogar betriebsfähig: Die 78 468 der Arbeitsgemeinschaft Westfalendampf Emsdetten startet ihre Einsätz ab Lengerich.
Das Modell stammt von Märklin (Artikel 3109 aus dem Jahr 1987) und zeigt die Lok im Zustand bei der Königliche Preußischen Eisenbahn Verwaltung (KPEV) und ist analog zu steuern. Eine digitale Variante gibt es natürlich auch (Artikel 37077 aus dem Jahr 2012). Es zeigt die Schwesterlok „8409 Stettin“ in der gleichen Zeit, die später umbenannt wurde zu 78 009 und heute im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen ist.

66 002

Eine Lok aus der vorletzten neuentwickelten Dampflok Baureihe der DB, die 66 002, heute in Wolfistadt am Bahnhof.

Sie wurde erst 1955 gebaut und in Betrieb genommen als eine von zwei Musterloks der Serie, die die DB in Auftrag gegeben hatte als Lok für Eilgüter- und Personenverkehr. Der Lokomotivtyp hat zwar alle Erwartungen erfüllt, wurde aber dann nicht weiter verfolgt, da zur gleichen Zeit der „Siegeszug“ der Diesellokomotive durchstartete.
Die beiden Musterloks versahen ihren Dienst bis 1968 und wurden dann ausgemustert.

DIe 66 002 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschicht (DGEG) gekauft und ist im Eisenbahnmuseum Bochum zu sehen.

Kleiner Funfakt : als „modernste“ Dampflok bot sie einigen Komfort für Lokführer und Heizer : ein komplett geschlossenes Führerhaus, Oberlichtfenster, Fußbodenheizung und gepolsterte Sitze mit Rückenlehne.

Das Modell stammt von Piko (ArtNr. 6103) und wurde in der Zeit von 1971 und 1980 gebaut. Es ist ein Gleichstrom-Modell für den 2-Leiter-Gleis Betrieb mit analoger Steuerung.
In einem Video zu den Museumstagen 2011 in Bochum spielt die 66 002 eine Hauptrolle.