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Monat: Februar 2022

der schwarze Horst



heute eine Fotosession mit einer Lokomotive der Baureihe 91.3-18ursprünglich Preussische T9.3. Eine Baureihe, die ab ca. 1900 in großen Stückzahlen gebaut wurde, 2060 Exemplare gingen an die Preussischen Staatsbahnen.Sie wurden im Personenverkehr und im Güterverkehr eingesetzt.Einige Exemplare haben beide Kriege überstanden, die letzten wurden erst 1971 ausgemustert.

Heute noch erhalten ist unter anderem die 91 936 im Deutschen Technikmuseum in Berlin.

Das fotografierte Modell stammt von der Firma Fleischmann (Art.Nr. 403401) aus dem Jahr 2010und ist vermutlich dem scheidenden Firmenchef Horst Fleischmann gewidmet.Sie trägt die Bezeichnung „Horst“ und wird „schwarzer Horst“ genannt (eine erste Veröffentlichung des Modells zeigt es auch noch mit dem Schriftzug „schwarzer Horst“).

Der auf der Lokomotive genannte Betreiber der Lokomotive, die Bergheimer Lokalbahn Aktiengesellschaft (BLB AG)ist wohl genauso eine Fleischmann-Erfindung, wie auch die Lok selbst kein echtes Vorbild hat.Es gab zwar eine Bahngeselschaft in Bergheim/Erft aber nicht als BLB AG sondern als Bergheimer Kreisbahn (BhKB).Die Strecken der BhKB waren Schmalspurstrecken und eine kombinierte Normal-/Schmalspurstrecke.Aber sie waren nicht als Zahnradbahn ausgelegt.

Bei dem Modell handelt es sich aber um eine Zahnrad-Dampflokomotive.Wo sonst bei der Modelleisenbahn mit Steigungen von maximal 3% geplant wird,nennt Fleischmann für diese Lok im Zahnradbetrieb bei geschobenen Wagen eine Maximalsteigung von 35%.

Da kann man doch die Anlage gleich ganz anders planen … her mit den Alpen !

94 1730

eine Preußische T16.1 spätere Baureihe 94 ist heute zu Besuch am Bahnhof Wolfistadt: die 94 1730 des Deutschen Dampflokomotivmuseums (DDM; www.dampflokmuseum.de) in Neuenmarkt.

Sie wurde 1924 von den Linke-Hofman-Werken (LHW) mit der Seriennummer 2899 gebaut und an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft geliefert, wo sie ihre Betriebsnummer 94 1730 bekam.

Unter der Kennzeichnung war sie auch ab 1937 für die Deutsche Reichsbahn, nach dem Krieg für die Eisenbahnverwaltungen der ameikanisch-britischen Besatzungszone und ab 1949 für die Bundesbahn unterwegs im schweren Rangierdienst und auf Steilstrecken.


Nur kurz von 1968-1974 trug sie eine der neuen Bundesbahnkennzeichungen 094 730-9, dann wurde sie ausgemustert, an Privat verkauft und dem DDM überstellt, wo sie heute noch zu bewundern ist.


Das Modell ist von Fleischmann (ArtNr. 4094; Gleichstrom) und wurde dort zwischen 1978 und 2000 produziert.

17 007

Heute stand eine Preußische S 10 am Bahnhof Wolfistadt.

Über 200 Lokomotiven dieser Bauart wurden zwischen 1910 und 1914 von den Preußischen Staatseisenbahnen als Schnellzuglokomotiven im Personenverkehr angeschafft.

Bei der Deutschen Reichsbahn wurden 1926 noch 135 dieser Lokomotiven als Baureihe 17.0-1 eingereiht.

Wegen ihres hohen Brennstoffverbrauchs wurden die Loks 1935 ausgemustert.
Nur eine Lokomotive – die 17 008 – ist erhalten und steht aufgeschnitten als Schaustück im Deutschen Technikmuseum in Berlin.

Es existieren nur wenige Bilder von Lokomotiven dieser Bauart aus ihrer Betriebszeit. Die Aufnahme von der S 10 Erfurt 802 stamt von der Wikipedia Seite zur S10. Die zweite Aufnahme zeigt die 17 076 und stammt aus der Sammlung Weisbrod.

Das Modell von Märklin (Art.Nr. 37190) stammt von 1999 und zeigt die Lokomotive 17 007 in ihrem Zustand in der Reichsbanhnzeit 1926-1935 mit den großen Wagner-Windleitblechen.

01 150

Endlich mal wieder eine schöne Lok zu Besuch in Wolfistadt:
Die 01 150 als Modell von Roco (Art.Nr. 43238 von 1991).

Das Original wurde 1935 von der Firma Henschel gebaut und an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG) zur Abnahme nach Braunschweig geliefert.
Nach dem Krieg von 1945 bis 1949 war sie im amerikanische Sektor im Einsatz und wurde 1949 in den den Dienst der DB gestellt.

Bis zu Ihrer Ausmusterung 1973 war sie insgesamt ca 2,5 Mio km
auf den Gleisen unterwegs.

Recht schnell ging sie 1973 an den Privatmann Walter Seidensticker, der sie zunächst in Bielefeld abstellte und dann von einem kleinen Kreis von Enthusiasten von 1980 bis 1982 wiederaufarbeiten lies.
In der Zeit bis 1986 absolvierte sie mehrere Schaueinsätze (Hannovermesse, Jubiläum im DB Museum Nürnberg, …).
1986 kauft das DB Museum die Lok wieder zurück und stelte sie in Nürnberg ab.
Nach einer erneuten Aufarbeitung war die Lok von 1989 bis 2005 wieder auf Sonderfahrten unterwegs.

2005 wurde sie wie viele andere schöne Loks ein Opfer des Großbrandes im Ringlokschuppen des DB Museums in Nürnberg.
Die Deutsche Bahn wollte die Lok in Meiningen „museal“ aufbereiten lassen. Erneut ist es einem Kreis von Enthusiasten zu verdanken, daß darüber hinaus unter der SDE – Stiftung Deutsche Eisenbahn eine betriebsfähige Aufarbeitung vorgenommen wurde und die Lok ab 2013 wieder auf Sonderfahrten die Dampffans begeisten konnte.

Nachdem 2019 ein Schaden an einem der Kuppelradsätze entdeckt wurde ist die Lok zur Zeit wieder in Meiningen zur Aufbereitung. Die Finanzierung der Massnahme durch Spenden gestaltet sich scheinbar etwas zäh. Stand 31.12.2021 waren erst ca. 30% der notwendigen Summe zusammengetragen.
Das Model von Roco ist in meinem Betriebswerk auch gerade in „Aufarbeitung“ für digitalen Betrieb auf Märklin System.