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Monat: Mai 2021 (Seite 2 von 2)

53 0001

heute mal etwas ganz Besonderes in Wolfistadt, die 53 0001, die Lokomotive, die nie (fertig) gebaut wurde … außer als Modell von Märklin 1979 – 1982 (hier Nr. 3102 mit Wannentender in der Variante 1).

Die Vorlage war als Kriegslokomotive für schwere Güterzüge entworfen worden, wahrscheinlich hauptsächlich für Transporte an die Ostfront. Sie sollte einen Gelenkantrieb mit 4 Zylindern und 7 angetriebenen Achsen haben. 1943/1944 wurde wohl mit dem Bau des Prototyps bei der Firma Borsig begonnen, der aber nicht mehr fertiggestellt werden konnte.

Bei Märklin/Trix dagegen gab es dann sogar eine 53 0002, eine 53 0003, eine 53 0004, eine 53 0005, eine 53 0009 UND eine , eine 53 0010.

Mehrere Modelle hatten dann sogar den Kondenstender, der im Original für die 53 0001 geplant war. Er sollte die Reichweite der Lokomotive verlängern, indem aus dem „verbrauchten“ Dampf das Wasser zurückgewonnen wurde, das sonst unterwegs bei den geplanten langen Strecken mehrfach wieder nachgetankt werden musste.

55 5555

Eine preussische G 8.1, die 55 5555, ist heute zu Besuch in Wolfistadt.

Dieses Modell wurde von Märklin zwischen 1999 und 2005 gebaut. Märklin hat immer wieder ein Modell dieser Baureihe aufgelegt, aber scheinbar in geringerer Stückzahl, denn es sind kaum Exemplare auf den üblichen Plattformen in Umlauf.

Das Vorbild wurde zwischen 1912 und 1921 gebaut in großer Stückzahl gebaut (über 5000 Stk) und vornehmlich im Güterverkehr und Rangierdienst eingesetzt (siehe 3. Bild).

Die letzten Loks der Baureihe wurden Anfang der 70er stillgelegt.
Trotz der großen Stückzahl sind heute nur noch 2 Exemplare erhalten, eines davon – die 55 3528 – steht im Technikmuseum Speyer (siehe 4.Bild vom Antransport und 5.Bild am Aufstellungsort).

74 701

Eine Preussische T12 (Baureihe 74) ist heute am Bahnhof von Wolfistadt.

Diese zwischen 1905 und 1921 gebauten Lokomotiven wurden unter anderem auf der Stadtbahn Berlin (dem Vorläufer der heutigen S-Bahn) im Personenverkehr eingesetzt. Dafür mussten sie wegen der häufigen Stops über eine gute Beschleunigung verfügen, auch mit den anhängenden 250-300 Tonnen Personenwagen.

Unter dem Title „Die Baureihe 74 die legendäre Berliner Stadtbahnlok“ gibt es dazu auch ein Video (https://www.youtube.com/watch?v=NxCicfNs45o)
Von den über tausend produzierten Loks sind heute nur noch 3 erhalten. Eine davon – die 74 1230 – gehört dem DB Museum in Berlin und steht bei den Eisenbahnfreunden Berlin (siehe Bild 2 und 3, die aber nicht mehr den Regelbetrieb, sondern verschiedene Sonderfahrten in den 80ern und den 90ern darstellen).

Die Vorlage für das Modell von Märklin – die 74 701 – wurde 1909 unter der Bezeichnung „7708 Kattowitz“ in Betrieb genommen, 1926 umgezeichnet auf 74 701, am Ende des Krieges in den britischen Sektor verlegt und 1963 stillgelegt.

Das Modell selbst wurde ab 1979 bis 1998 in dieser Variante (3095.4) von Märklin verkauft, unter anderem auch in mehreren Startersets integriert.

96 022

Heute Morgen ein armes Lokchen ausgepackt. Sie stammt aus der Zeit zwischen 1981 und 1986 und hat wohl seit damals in der original Rivarossi-Schachtel in ihrem original Schaumstoffbett geruht, das sich mehr und mehr in Krümel aufgelöst hat.

Die Krümel waren überall, auch in der Lok (siehe die ersten beiden Bilder).
Hab sie zerlegt und gesäubert, geölt und wieder zusammengesetzt. Bild 3 und 4 zeigen Ausschnitte der Lok beim Test nach der Montage des Fahrgestells mit Antrieb.

Und zuletzt noch ein Bild der fertigen Lok auf dem Testgleis.
Das Zerlegen der Lok war etwas tricky. Da ich zunächst keine Betriebsanleitung hatte. Ein Fan Video mit kurzem Blick in dessen mehrsprachige Betriebsanleitung hat die entscheidenden Hinweise geliefert (versteckte Schrauben; siehe Screenshot vom Video).

jetzt läuft sie endlich, die 96 022.
(Video)

Fortschritt E 91

Die E 91 ist mit einem Decoder versehen, der mit Wechselstrom betrieben und angesteuert wird und den vorhandenen Gleichstrommotor und die Lampen/LEDs ansteuert.

Ich habe von ESU den LokPilot 5 DCC/MM/SX/M4, 6-pin für NEM651 (59616) verwendet, konnte auf eBay günstig mehrere davon erstehen.
Jetzt ist sie wieder montiert und läuft sich seelenruhig auf dem Testgleis ein.

050 082-7

Wir bleiben bei den Güterloks UND bei den Einheitsloks: Die 050 082-7 ist heute in Wolfistadt.

Ein Märklinmodell das in der Variante unter der Nr. 3084 von 1974-1978 vertrieben wurde.

Das Original wurde 1939 unter der Nummer 50 082 in den DIenst der Reichsbahn genommen und fuhr bis 1968 unter dieser Betriebsnummer (sh. s/w Bild), danach noch bis 1977 unter der Nummer, die das Modell von Märklin trägt.
Die Baureihe 50 war mit über 3000 gebauten Exemplaren sehr gängig. Über 2000 Exemplare gingen am 1945 an die Deutsche Bahn, wo sie zum Teil bis 1977 eingesetzt wurden.
Das Konzept der EInheitsloks sieht vor, daß nach überwiegend einheitlichen Baugrundsätzen und mit universell verwendbaren Baugruppen konzipiert wurde. Das machte die Konzeption einer neuen Baureihe erheblich kostengünstiger.
Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten.

Unter anderem die 50 001 als Denkmallokomotive im Technikmuseum Berlin und die 50 685 im Technikmuseum Speyer.

41 046 und 41 334

Heute am Bahnhof von Wolfistadt die 41 046 und die 41 334.

Beide Modelle sind von Märklin, die 41 334 als analoges Modell von 1978 (3082) , die 41 046 als frühes „Delta Digital“ Modell von 1996 (Güterzug-Set 29605).

Außer der Digitalisierung wurden am Modell selbst noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, was für mich die 41 046 etwas „schöner“ erscheinen lässt. So ist an der 41 334 ein Teil des Steuergestänges als Draht ausgeführt, an der neueren 41 046 dagegen als solides Gestängeelement.

Im Original wurde die Baureihe 41 zwischen 1937 und 1941 in großer Stückzahl (366) als schnelle Güterlokomotive gebaut und von der DB bis in die 70er Jahre betrieben.

Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten (16 ?), unter anderem ist die 41 113 im Technikmuseum in Sinsheim zu sehen.


die 41 334 (Märklin 3082) auf dem Laufband 😉

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