Horsts Bähnsche - H0 Modelleisenbahn

Links und Infos rund um das Hobby

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18 505

Heute ein für mich als Pfälzer besonderes Schmankerl am Bahnhof von Wolfistadt: Die BR 18 505 des Pfalzbahnmuseums Neustadt.

Diese bayrische S 3/6 wurde 1924 von der Firma Maffei mit der Fabriknummer 5555 gebaut und von der Reichsbahn als 3706 in Betrieb genommen.
1926 erhielt sie bei der Neuklassifizierung der Reichsbahn die Betriebsnummer 18 505, unter der sie bis 1967 ihren Dienst versah, für die Reichsbahn bis 1945, für die verschiedenen Bahnverwaltungen der Amerikanischen und Britischen Zone bis 1949 und dann für die Deutsche Bundesbahn.

1969 wurde sie ausgemustert und 1972 der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) als Leihgabe für das Museum in Neustadt überstellt. 1977 ging sie dann in das Eigentum der DGEG über. Im Pfalzmuseum Neustadt steht sie heute noch rollfähig und vollständig erhalten.

Das Modell in Wolfistadt ist von Märklin (Artikelnr 39034 von 2017). Es ist sehr schön detailliert und verfügt über einen aktuellen Digitaldekoder mit Sonderfunktionen wie Führerstandbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern sowie einigen Sounds für den Fahrbetrieb.

03 140

Endlich mal wieder eine Lokomotive in Wolfistadt, die BR 03 140.

Das Modell (Art.Nr. 37953) stammt von Märklin aus den Jahren 2004-2007.
Das Original wurde 1934 für die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft gebaut, fiel 1945 an die Briten in der Besatzungszone und ging 1949 an die Deutsche Bahn für die sie ihren Dienst als Schnellzuglok bis 1966 versah.

Die Baureihe 03 wurde von der DRG 1920 angefordert, weil sie Schnellzugloks benötigte mit einer Achslast von max. 17 Tonnen. Zu der Zeit gab es bereits eine zuverlässige Schnellzuglok, die 01, die es aber auf 20 Tonnen brachte, was auf vielen älteren Strecken die die DRG abdecken wollte, zu hoch war. Obwohl es bis 1930 dauerte, bis die ersten 03er geliefert wurden, war es doch schneller eine leichtere Lok zu entwickeln und zu bauen, als die betreffenden Strecken auszubauen.

Von der 03 140 habe ich leider keine alten Bilder finden können, aber von ihrere älteren Schwester 03 001 gibt es einige alte Bilder aus der DRG Zeit oder von kurz nach dem Krieg. Und auch einige neue Bilder, denn sie ist gut erhalten zu sehen im BW Dresden-Altstadt.

Die Wirkung der Windleitbleche ist gut zu sehen in dem Windkanal Experiment mit einem kleinen Modell. Ein Schnellzuglokführer hätte ohne diese kaum etwas gesehen. Später ging man aber von den riesigen Wagner -Windleitblechen weg hin zu den schmaleren, materialsparenderen Witte-Windleitblechen.

Dampfschneeschleuder „Karlsruhe 6405“

Am 02.08.2021 hatte ich über die 52 3321 berichtet.
Diese kam nach Wolfistadt in einem Set (Märklin ArtNr. 28830) mit der Henschel Dampfschneeschleuder „Karlsruhe 6405“, die ich heute vorstellen möchte.

Das Rad dieser Dampfschneeschleuder wurde mit einem eigenen Dampfkessel betrieben, einen eigenen An-/Vortrieb hatte die Dampfschneeschleuder nicht, sie wurde von einer Lokomotive geschoben.

Bei Schneehöhen von 1,50 m und mehr konnten Schneepflüge nicht mehr eingesetzt werden, dann musste die Schneeschleuder ran.
Sie wurde auch mit 4-5 m hohen Schneeverwehungen fertig.
Ein schönes, eindrucksvolles Video zeigt den Einsatz einer ähnlichen Dampfschneeschleuder (nicht Henschel) in der Schweiz.

Eine mit dem Märklin-Modell bau- und typgleiche Dampfschneeschleuder „Wuppertal 6410“ bzw. „947 5 160“ von 1941 steht im Pfalzbahnmuseum in Neustadt a.d.Weinstraße, das ich heute besucht habe.

58 311

Heute stand eine der beiden Karlsruher 100jährigen am Bahnhof … nein, nicht von Wolfistadt, sondern … von Karlsruhe: die 58 311 im Original und unter Dampf.

Sie stammt aus der badischen Linie der preußischen G 12, die später unter der Reichsbahn Baureihe 58 geführt wurden.
Sie wurde 1921 gebaut und bei der Badischen Staatsbahn in Betrieb genommen unter der Bezeichnung Baden 1125. Kurze Zeit später wurde sie unter der Reichsbahn zur 58 311.

Nach dem Krieg und einigen Irrwegen durch Polen und den Osten Deutschlands kam sie 1960 nach Karl-Marx-Stadt/Hilbertsdorf und schließlich unter der Betriebsnummer 58 1111-2 ins BW Aue, wo sie als Güterlok weiter ihren Dienst versah bis 1977.
Im selben Jahr noch wurde sie nach Westdeutschland überführt und befand sich 7 Jahr im Besitz des DB Museums Neuenmarkt. 1984 wurde sie als „nicht betriebsfähiges Ausstellungsstück“ zu den Ulmer Eisenbahnfreunden (UEF) überstellt.
Diese bereiteten sie wieder betriebsfähig auf und seit 2006 fährt sie für die UEF Sektion „Dampfnostalgie Karlsruhe“ und andere Vereine Sonderfahrten.
So auch heute ab Karlsruhe unter dem Motto „Mit Dampf Rund um die Fächerstadt 2021 – mit unserer Karlsruher Hundertjährigen“.
Die Fahrt ging von Karlsruhe über Ettlingen Stadt , Busenbach, Reichenbach, Langensteinbach, Spielberg bis Ittersbach und wieder zurück.
Die Firma Roco hat die 58 311 unter der Artikelnummer 43204 als H0-Modell „Museumsedition UEF“ 1995-2001 aufgelegt.

Alle Bilder hier sind von mir, außer das s/w Bild, das stammt von Albert Gieseler (58 311 im Bw Chemnitz Hilbersdorf; Aufnahmedatum 1967-07-25 Quelle Fotograf: Albert Gieseler), dessen riesiges Bildarchiv für mich schon oft hilfreich war: http://www.albert-gieseler.de/…/gallerydet4916.shtml

62 002

Eine sehr schöne Tenderlokomotive ist heute in Wolfistadt:
die 62 002 als Modell der Firma Liliput (ArtNr L106201) aus dem Jahr 1996.

Die Vorlage wurde 1928 von der Firma Henschel gebaut (wie auch ihre 14 Schwestern) und versah ihren Dienst bei der Reichsbahn und später dann bei der Deutschen Bahn im Personenverkehr zwischen Düsseldorf und Wuppertal (sh. s/w Foto).

1956 wurde sie ausgemustert und nach einem kurzen Einsatz als Heizlok 1958 verschrottet, wie auch alle ihre Schwestern in Westdeutschland.
Einige waren aber nach dem Krieg in Ostdeutschland stationiert und eine davon, die 62 015, wurde zwar 1973 als letzte ausgemustert, aber sie wurde als „Traditionslok“ dem VM Desden übergeben und dort erhalten. Nach der Wiedervereinigung kam sie ans DB Museum in Nürnberg, steht aber als Leihgabe bei der IG Bw Dresden-Altstadt.

Diese eine Lok gefiel dem Regisseur von „007 – Octopussy“ wohl so sehr, daß er ihr in diesem Film eine Statistenrolle einräumte. Sie war die Lok vor dem Zirkuszug, in dem die Atombombe über die Grenze aus der DDR in die BRD gebracht wurde (siehe die letzten beiden Bilder) .

Aber die Szenen wurden letztendlich in England gedreht und, da wohl der Transport der Lok dahin zu teuer geworden wäre, wurde eine andere Lok als 62 015 „verkleidet“.
Der Fachmann sieht das natürlich sofort 😉

54 1556

Eine Baureihe „Bayerische G 3/4 H“ dargestellt in ihrer Zeit bei der Deutschen Bundesbahn als BR 54 1556 ist heute zu Besuch am Bahnhof Wolfistadt.

Das Original wurde zwischen 1919 und 1923 mit 225 Exemplaren für die Bayrische Staatsbahn (Betriebsnummern 7001 – 7225) gebaut und dort als auch bei der Deutschen Reichsbahn (Betriebsnummern 54 1501 – 54 1725) im leichten Güterverkehr eingesetzt (siehe s/w Foto der 54 1556).

Die letzte Lokomotive dieser Baureihe wurde 1966 ausgemustert.
Es ist keine dieser Loks mehr komplett erhalten, aber bei Bauarbeiten am Bahnhof Treuchtlingen wurden Lokomotivteile gefunden, die sich als Überreste der 54 1695 herausstellten. Diese Lok war bei einem Luftangriff 1954 zerstört worden und die gefundenen Überreste wohl in einem Bombentrichter verschüttet.

Diese Überreste sind heute im Bayrischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen zu sehen.
Das Modell in Wolfistadt stammt von Trix (also mal wieder Gleichstrom) und stammt aus der Zeit zwischen 1973 und 1985 (Art.Nr. 52242500 oder 2425). Es ist für die damalige Zeit schon recht schön detailliert, sieht aber durch die Ausführung der roten Kunsstoffteile doch noch sehr nach „Spielzeug“ aus.

13 1189

Eine preußische S6 / Baureihe 13 10-12 aus ihrer Zeit bei der Deutschen Reichsbahn war heute in Wolfistadt zu sehen.

Zu ihrer Zeit (vor dem ersten Weltkrieg) war sie die leistungsfähigste und effizienteste Schnellzuglok im Personenverkehr und sie war die letzte deutsche Baureihe mit „nur“ zwei Antriebsachsen („zweifach gekuppelt“).

Zwischen 1906 und 1913 wurden 584 Exemplare gebaut und in Betrieb genommen (sh. Postkarte von 1909). Nach dem ersten Weltkrieg wurden einige Maschinen als Kriegsreparationsleistung unter anderem an Polen gegeben, die polnischen Loks kamen 1939 wieder zurück zur Reichsbahn unter dem Nummernkreis 13 501 bis 13 556 (siehe 2. s/w Bild).

1923 wurden 286 Exemplare von den Länderbahnen in die Reichsbahn übernommen mit dem Betriebsnummerkreis 13 1001 bis 13 1286.
Bis 1931 wurden alle S6 der DR ausgemustert und verschrottet.

Eine S 6 (13 1247) wurde vom Technikum Kolejowe in Warschau „gerettet“ und ist heute in Skierniewice zu besichtigen (sh. letzte beiden Bilder in Farbe)
Das sehr schön detaillierte Modell in Wolfistadt ist von Fleischmann (Art.Nr. 4113) und stammt aus dem Jahr 2000.

319 Murnau

Eine sehr schöne und sehr alte Lok ist heute als Modell am Bahnhof Wolfistadt: Die „319 Murnau“ der Königlich Bayrischen Staatsbahnen, eine Lokomotive der Baureihe „Bayrische B VI“, später als BR 34.74 eingeordnet.

Diese Baureihe wurde zwischen 1863–1871 mit 107 Exemplaren von der Firma Maffei gebaut. Die letzten beiden gingen 1923 von der K.Bay.Sts.B. an die Reichsbahn und erhielten dort die Betriebsnummern 34 7461 und 7462. Sie wurden jedoch noch im gleichen Jahr ausgemustert und verschrottet. Es gibt keine erhaltenen Exemplare dieser Baureihe.

Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München steht ein größeres Modell der „418 HANS SACHS“.
Das Modell von Märklin (Art.Nr. 3797 von 1994) zeigt die Lokomotive „319 Murnau“ in einem schmucken „Museumslokomotive“-Zustand, den sie wahrscheinlich nie hatte. Das s/w Bild von ca. 1900 legt nahe, daß die Lokomotive eher in schlichtem Kleid im Einsatz war.

Eine Maschine dieser Baureihe, die „316 Tristan“ getaufte Lokomotive, führte den Hofzug Ludwigs II., wenn seine Majestät auf Reisen ging.
Die Nr. 348, ebenfalls aus dieser Baureihe, hies wohl „Mannheim“, das konnte ich aber bislang nicht über zweite Quelle verifizieren.

99 5902

Schmalspurbahnen kann ich am Bahnhof Wolfistadt eigentlich nicht bieten, aber hier hätte ich doch etwas Ausgefallenes zu zeigen: die 99 5902 der HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) als Faltkartenmodell der vietnamesischen KünstlerInnen von Design3Dkarten ( www.design3dkarten.de ) über die ich auf der Lebensart Ausstellung in Mannheim-Friedrichsfeld gestoplert bin.

Die Vorlage ist eine Lok der Bauart Mallet, die auf den Harzer Schmalspurenstrecken eingesetzt wurde (siehe 4. Bild), aktuell aber auf Reparatur wartet.

Gebaut 1898 durch die Fa. Arnold Jung für die NWE (Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft), 1949 an die Deutsche Reichsbahn gegangen, 1972 umnummeriert auf 99 5902-4 (siehe s/w Foto) und seit 1993 im Besitz der HSB wieder mit der ursprünglichen Betriebsnummer.

71

Mal wieder Besuch aus Österreich am Bahnhof Wolfistadt: Der Dampftriebwagen DT1.05 der BBÖ.

Hier dargestellt mit einem Modell von Roco (Art. 63306 von 1990) in der Zeit unter der Deutschen Reichsbahn mit deren Betriebsnummer 71 505 (sh. s/w Foto).

„DT“ für Dampftriebwagen. Waren aber eigentlich eine Tenderlokomotiven. Nur wegen des hinter dem Lokführerstand integrierten Gepäckabteils wurden sie als Dampftriebwagen geführt.
Zwischen 1935 und 1938 wurden 20 Exemplare für den Einsatz im Schnellzugverkehr gebaut. Sie fuhren aber hauptsächlich im Vorortverkehr der großen Städte und auf Nebenbahnen in Österreich, was ihnen den Spitznamen „Dorftrottel“ einbrachte (auch DT).

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