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Schlagwort: Dampflokomotive (Seite 1 von 7)

der schwarze Horst



heute eine Fotosession mit einer Lokomotive der Baureihe 91.3-18ursprünglich Preussische T9.3. Eine Baureihe, die ab ca. 1900 in großen Stückzahlen gebaut wurde, 2060 Exemplare gingen an die Preussischen Staatsbahnen.Sie wurden im Personenverkehr und im Güterverkehr eingesetzt.Einige Exemplare haben beide Kriege überstanden, die letzten wurden erst 1971 ausgemustert.

Heute noch erhalten ist unter anderem die 91 936 im Deutschen Technikmuseum in Berlin.

Das fotografierte Modell stammt von der Firma Fleischmann (Art.Nr. 403401) aus dem Jahr 2010und ist vermutlich dem scheidenden Firmenchef Horst Fleischmann gewidmet.Sie trägt die Bezeichnung „Horst“ und wird „schwarzer Horst“ genannt (eine erste Veröffentlichung des Modells zeigt es auch noch mit dem Schriftzug „schwarzer Horst“).

Der auf der Lokomotive genannte Betreiber der Lokomotive, die Bergheimer Lokalbahn Aktiengesellschaft (BLB AG)ist wohl genauso eine Fleischmann-Erfindung, wie auch die Lok selbst kein echtes Vorbild hat.Es gab zwar eine Bahngeselschaft in Bergheim/Erft aber nicht als BLB AG sondern als Bergheimer Kreisbahn (BhKB).Die Strecken der BhKB waren Schmalspurstrecken und eine kombinierte Normal-/Schmalspurstrecke.Aber sie waren nicht als Zahnradbahn ausgelegt.

Bei dem Modell handelt es sich aber um eine Zahnrad-Dampflokomotive.Wo sonst bei der Modelleisenbahn mit Steigungen von maximal 3% geplant wird,nennt Fleischmann für diese Lok im Zahnradbetrieb bei geschobenen Wagen eine Maximalsteigung von 35%.

Da kann man doch die Anlage gleich ganz anders planen … her mit den Alpen !

94 1730

eine Preußische T16.1 spätere Baureihe 94 ist heute zu Besuch am Bahnhof Wolfistadt: die 94 1730 des Deutschen Dampflokomotivmuseums (DDM; www.dampflokmuseum.de) in Neuenmarkt.

Sie wurde 1924 von den Linke-Hofman-Werken (LHW) mit der Seriennummer 2899 gebaut und an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft geliefert, wo sie ihre Betriebsnummer 94 1730 bekam.

Unter der Kennzeichnung war sie auch ab 1937 für die Deutsche Reichsbahn, nach dem Krieg für die Eisenbahnverwaltungen der ameikanisch-britischen Besatzungszone und ab 1949 für die Bundesbahn unterwegs im schweren Rangierdienst und auf Steilstrecken.


Nur kurz von 1968-1974 trug sie eine der neuen Bundesbahnkennzeichungen 094 730-9, dann wurde sie ausgemustert, an Privat verkauft und dem DDM überstellt, wo sie heute noch zu bewundern ist.


Das Modell ist von Fleischmann (ArtNr. 4094; Gleichstrom) und wurde dort zwischen 1978 und 2000 produziert.

17 007

Heute stand eine Preußische S 10 am Bahnhof Wolfistadt.

Über 200 Lokomotiven dieser Bauart wurden zwischen 1910 und 1914 von den Preußischen Staatseisenbahnen als Schnellzuglokomotiven im Personenverkehr angeschafft.

Bei der Deutschen Reichsbahn wurden 1926 noch 135 dieser Lokomotiven als Baureihe 17.0-1 eingereiht.

Wegen ihres hohen Brennstoffverbrauchs wurden die Loks 1935 ausgemustert.
Nur eine Lokomotive – die 17 008 – ist erhalten und steht aufgeschnitten als Schaustück im Deutschen Technikmuseum in Berlin.

Es existieren nur wenige Bilder von Lokomotiven dieser Bauart aus ihrer Betriebszeit. Die Aufnahme von der S 10 Erfurt 802 stamt von der Wikipedia Seite zur S10. Die zweite Aufnahme zeigt die 17 076 und stammt aus der Sammlung Weisbrod.

Das Modell von Märklin (Art.Nr. 37190) stammt von 1999 und zeigt die Lokomotive 17 007 in ihrem Zustand in der Reichsbanhnzeit 1926-1935 mit den großen Wagner-Windleitblechen.

01 150

Endlich mal wieder eine schöne Lok zu Besuch in Wolfistadt:
Die 01 150 als Modell von Roco (Art.Nr. 43238 von 1991).

Das Original wurde 1935 von der Firma Henschel gebaut und an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG) zur Abnahme nach Braunschweig geliefert.
Nach dem Krieg von 1945 bis 1949 war sie im amerikanische Sektor im Einsatz und wurde 1949 in den den Dienst der DB gestellt.

Bis zu Ihrer Ausmusterung 1973 war sie insgesamt ca 2,5 Mio km
auf den Gleisen unterwegs.

Recht schnell ging sie 1973 an den Privatmann Walter Seidensticker, der sie zunächst in Bielefeld abstellte und dann von einem kleinen Kreis von Enthusiasten von 1980 bis 1982 wiederaufarbeiten lies.
In der Zeit bis 1986 absolvierte sie mehrere Schaueinsätze (Hannovermesse, Jubiläum im DB Museum Nürnberg, …).
1986 kauft das DB Museum die Lok wieder zurück und stelte sie in Nürnberg ab.
Nach einer erneuten Aufarbeitung war die Lok von 1989 bis 2005 wieder auf Sonderfahrten unterwegs.

2005 wurde sie wie viele andere schöne Loks ein Opfer des Großbrandes im Ringlokschuppen des DB Museums in Nürnberg.
Die Deutsche Bahn wollte die Lok in Meiningen „museal“ aufbereiten lassen. Erneut ist es einem Kreis von Enthusiasten zu verdanken, daß darüber hinaus unter der SDE – Stiftung Deutsche Eisenbahn eine betriebsfähige Aufarbeitung vorgenommen wurde und die Lok ab 2013 wieder auf Sonderfahrten die Dampffans begeisten konnte.

Nachdem 2019 ein Schaden an einem der Kuppelradsätze entdeckt wurde ist die Lok zur Zeit wieder in Meiningen zur Aufbereitung. Die Finanzierung der Massnahme durch Spenden gestaltet sich scheinbar etwas zäh. Stand 31.12.2021 waren erst ca. 30% der notwendigen Summe zusammengetragen.
Das Model von Roco ist in meinem Betriebswerk auch gerade in „Aufarbeitung“ für digitalen Betrieb auf Märklin System.

24 016

Heute am Bahnhof in Wolfistadt ein Exemplar der mit 16,96 m Länge kleinsten Einheitslok der Deutschen Reichsbahn, die 24 016.

Die Lok wurde 1928 von der Fa. Schichau gebaut. Von der Baureihe gab es insgesamt 95 Exemplare, die – wie andere Einheitslokomotiven auch – von verschiedenen Herstellern produziert wurden.
Mit ihrer gedrungenen Erscheinung erhielt die Baureihe den Spitznamen „Steppenpferd“.

Von der DR wurde die Lok im Betriebswerk Königsberg eingesetzt.
Nach dem Krieg war sie im britisch-amerikanischen Sektor eingesetzt und von 1949 – 1962 tat sie ihren Dienst bei der DB.
In Deutschland heute noch erhalten sind drei Exemplare:

  • 24 004 (DB Museum – Leihgabe an Geraer Eisenbahnwelten e. V., Gera)
  • 24 009 (Stiftung Dampflok 24 009, Zeven)
  • 24 083 (Dampfzug-Betriebs-Gemeinschaft e. V. / DBG – Arbeitskreis Loburger Bahn, Loburg)

Die letzteren beiden sind wohl doch immer wieder mal gemeinsam unterwegs gewesen (sh. s/w Foto aus 1976 und in Farbe aus 1996)

Das Modell von der Fa. Märklin (Art.Nr. 36240 aus dem Jahr 2008) ist sicher nicht das detaillierteste, bringt aber den Gesamteindruck der Lok sehr gut rüber.

Märklin hatte schon früh eine BR24 im Programm (Art.Nr. Märklin FM 800 von 1959), die ich hier schonmal vorgestellt hatte.

König Ludwig Zug

Die Regenten von Bayern angefangen mit Ludwig I. hatten einen Hofzug. Das Aquarell zeigt den Zug von Maximilian II.

Ludwig II. von Bayern lies diesen mit einem pompösen Salonwagen und einem Terrassenwagen ausbauen, die heute im Verkehrsmuseum in Nürnberg zu sehen sind.

Auf Grund der auffälligen Gestaltung in königlichem blau und gold konnte er damit nicht gut incognito reisen, was er wohl aber gerne tat, deshalb nutzte er den Hofzug selten.

Aber heute hat der Zug Ihrer Majestät kurz in Wolfistadt pausiert und so gelang eines der seltenen Fotos des Hofzugs.
Das Modell stammt von Märklin (ArtikelNr 2880 aus dem Jahr 1992) und zeigt den Zug gezogen von der Lokomotive „316 Tristan“, einer bayrischen B VI.

Von dieser Baureihe wurden 107 Stück zwischen 1863 und 1871 gebaut. Zwei Exemplare wurden 1923 noch von der Reichsbahn übernommen und nach dem neuen Schema in die Baureihe 34 eingeordnet und umnummeriert, aber noch im selben Jahr wurden sie auch ausgemustert.

T18 8401 Stettin

Heute eine schöne, alte Lok aus der Zeit vor 1925 am Bahnhof von Wolfistadt, die Preußische T 18 mit der Bezeichnung „8401 Stettin“.

Diese Lok wurde 1912 von der Firma Vulcan gebaut und an die Königliche Eisenbahndirektion Stettin ausgeliefert.

Die Baureihe T 18 war die letzte, die für die Königlich Preußische Eisenbahn Verwaltung entwickelt wurde.
1926 erhielt die Lok beim Übergang zur Deutschen Reichsbahngesellschaft die Betriebsnummer 78 001.

Nach den üblichen Nachkriegsverschiebungen im Amerikanisch-Britischen Sektor wurde sie von der Deutschen Bundesbahn übernommen, wo sie ihren Dienst bis zu ihrer Ausmusterung 1966 tat. Aus dieser letzten Phase stammen auch die beiden s/w Fotos.

Von den 440 zwischen 1912 und 1927 gebauten Loks dieser Bauart sind noch 7 erhalten, eine sogar betriebsfähig: Die 78 468 der Arbeitsgemeinschaft Westfalendampf Emsdetten startet ihre Einsätz ab Lengerich.
Das Modell stammt von Märklin (Artikel 3109 aus dem Jahr 1987) und zeigt die Lok im Zustand bei der Königliche Preußischen Eisenbahn Verwaltung (KPEV) und ist analog zu steuern. Eine digitale Variante gibt es natürlich auch (Artikel 37077 aus dem Jahr 2012). Es zeigt die Schwesterlok „8409 Stettin“ in der gleichen Zeit, die später umbenannt wurde zu 78 009 und heute im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen ist.

66 002

Eine Lok aus der vorletzten neuentwickelten Dampflok Baureihe der DB, die 66 002, heute in Wolfistadt am Bahnhof.

Sie wurde erst 1955 gebaut und in Betrieb genommen als eine von zwei Musterloks der Serie, die die DB in Auftrag gegeben hatte als Lok für Eilgüter- und Personenverkehr. Der Lokomotivtyp hat zwar alle Erwartungen erfüllt, wurde aber dann nicht weiter verfolgt, da zur gleichen Zeit der „Siegeszug“ der Diesellokomotive durchstartete.
Die beiden Musterloks versahen ihren Dienst bis 1968 und wurden dann ausgemustert.

DIe 66 002 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschicht (DGEG) gekauft und ist im Eisenbahnmuseum Bochum zu sehen.

Kleiner Funfakt : als „modernste“ Dampflok bot sie einigen Komfort für Lokführer und Heizer : ein komplett geschlossenes Führerhaus, Oberlichtfenster, Fußbodenheizung und gepolsterte Sitze mit Rückenlehne.

Das Modell stammt von Piko (ArtNr. 6103) und wurde in der Zeit von 1971 und 1980 gebaut. Es ist ein Gleichstrom-Modell für den 2-Leiter-Gleis Betrieb mit analoger Steuerung.
In einem Video zu den Museumstagen 2011 in Bochum spielt die 66 002 eine Hauptrolle.

043 903-4

Eine schwere Güterzuglok am Bahnhof von Wolfistadt, die 043 903-4 wie sie von 1968 bis 1979 für die DB fuhr.

Gebaut und von der Deutschen Reichsbahn abgenommen wurde die Lok 1943 als 44 903 (sh. erstes s/w Foto).

1960 wurde sie auf Ölfeuerung umgebaut, die neue Betriebsnummer 043 903-4 bekam sie aber erst 1968 (aus dieser Zeit sh. zweites s/w Foto).

Von 1945 – 1955 war die Lok im Betriebswerk Mannheim stationiert.
Nach vielen weiteren Stationen landete sie in Emden, wo sie 1977 nach ihrer letzten Fahrt stillgelegt wurde.

Diese Fahrt am 26.10.1977 war gleichzeitig die letzte beauftragte Fahrt einer DB-Dampflok. Am 27. Oktober 1977 00:00 Uhr wurde das verhängte Dampflokverbot der DB wirksam.
1980 kaufte die Stadt Emden die Lok und stellte sie auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs als Denkmal auf.

Der „Arbeitskreis Denkmallok e.V.“ um die Erhaltung der Maschine.
Seit dem Frühjahr 2021 läuft die Planung zur betriebsfähigen Aufbereitung im DLW Meiningen.
Die Lok hat auch eine eigene Facebook-Seite .

Das Modell in Wolfistadt stammt von Märklin (Art.Nr. 37882) und verfügt über einen MM2 Decoder, kann also analog oder digital gesteuert werden. Es stammt aus dem Jahr 1998 und ist schon gut detailliert.

18 505

Heute ein für mich als Pfälzer besonderes Schmankerl am Bahnhof von Wolfistadt: Die BR 18 505 des Pfalzbahnmuseums Neustadt.

Diese bayrische S 3/6 wurde 1924 von der Firma Maffei mit der Fabriknummer 5555 gebaut und von der Reichsbahn als 3706 in Betrieb genommen.
1926 erhielt sie bei der Neuklassifizierung der Reichsbahn die Betriebsnummer 18 505, unter der sie bis 1967 ihren Dienst versah, für die Reichsbahn bis 1945, für die verschiedenen Bahnverwaltungen der Amerikanischen und Britischen Zone bis 1949 und dann für die Deutsche Bundesbahn.

1969 wurde sie ausgemustert und 1972 der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) als Leihgabe für das Museum in Neustadt überstellt. 1977 ging sie dann in das Eigentum der DGEG über. Im Pfalzmuseum Neustadt steht sie heute noch rollfähig und vollständig erhalten.

Das Modell in Wolfistadt ist von Märklin (Artikelnr 39034 von 2017). Es ist sehr schön detailliert und verfügt über einen aktuellen Digitaldekoder mit Sonderfunktionen wie Führerstandbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern sowie einigen Sounds für den Fahrbetrieb.

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