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Schlagwort: Dampflokomotive (Seite 4 von 7)

S 3/6 3673

Vor einigen Wochen hatte ich von der BR 18 478 berichtet.

Heute habe ich sie in der ursprünglich 1918 ausgelieferten Ausführung als bayrische S 3/6 mit der Nummer 3673 in grün am Bahnhof in Wolfistadt abgelichtet (oder zumindest so, wie Märklin sich das vorgestellt hat). Und sie ist herrlich verölt, „wie im echten Leben“.

Dieses Modell von Märklin wurde unter der Nummer 3092 zwischen 1974 und 1976 gebaut.
Und ich hab noch ein paar recht aktuelle Bilder der Lok aus dem Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will.

85 007

Für die Höllentalbahn im Schwarzwald mit ihren Steigungen bis 57 ‰ wurden 1931 bei Henschel in Kassel zehn schwere Tenderlokomotiven in Auftrag gegeben, die dort ab 1932 bis 1961 ihren Dienst versahen.

Die letzte, die 85 007, wurde 1966 vor der Ingenieurschule Konstanz aufgestellt, 1979 wurde sie vom Kameradschaftswerk der Eisenbahner Freiburg (KWE) als rollfähiges Ausstellungsstück wiederhergerichte.

Seit 1992 steht sie in einem Unterstand auf dem Gelände des Bahnbetriebswerk Freiburg und wird dort als technisches Industriedenkmal erhalten.

Der Betreiberverein der 3Seenbahn im Schwarzwald (https://www.3seenbahn.de/) versucht wohl seit einigen Jahren die Lok in seinen Bestand zu bekommen für den Einsatz vor Museumszügen für Touristen.
In Wolfistadt war sie heute schon mal zu Besuch.

93 374

Eine Baureihe 93 von Roco (4122A aus den Jahren 1981 bis 1984) hat nach Umbau im BAW Wolfistadt ihre Testfahrt erfolgreich bestanden und am Bahnhof kurz Halt gemacht.

Sie wurde in nicht betriebsfähigem Zustand angeliefert (analog Gleichstrom 2-Leiter; unbekannter, defekter Decoder).

Im BAW wurde sie nahezu komplett zelegt, der Decoder ausgetauscht (wie immer gegen ESU Lokpilot 5) und ein Schleifer für den Mittelleiter angebracht. Nach Neuverkabelung und Montage dann ein Test auf dem Rollenstand (Video folgt) und schliesslich der Fototermin am Bahnhof.

Unschwer zu erkennen: es war wieder viel zu eng im Gehäuse, der Decoder und die Kabelage ist im Führerhaus zu deutlich zu sehen. Da darf ich nochmal ran zum Tarnen.

Das Vorbild der Lok wurde als preußische T14 zwischen 1914 und 1918 mit fast 500 Exemplaren für den Reisezugdienst und den Nahgüterzugdienst gebaut. Später bei der Reichsbahn in die Baureihe 93 mit den Betriebsnummern 93 001 – 93 459 gefasst.

Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben einige Loks in Österreich und in Polen (dort als Baureihe Tktl-63).
Erhalten geblieben bis heute sind zwei Maschinen, die 93 108 als Tkt1-63 im Museum für Fahrzeuge und Bahntechnik in Chabówka (Polen) und die 93 230 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen (Dauerleihgabe des Verkehrsmuseums Dresden, ex DR-Traditionslok) von der auch die meisten älteren und aktuellen Bilder zu finden sind.

Ein Exemplar des Nachfolgemodells T 14.1 (1918-1924, fast 800 Exemplare), die 93 526, befindet sich im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg.

98 009

Eine ganz besondere Dampflokomotive weilt heute in Wolfistadt, die 98 009, genannt „die Kreuzspinne“ (wegen der Anordnung ihres Vierzylinder-Verbundtriebwerks).

Dabei handelt es sich um eine Sächsische I TV, von denen 19 Stück zwischen 1910 und1914 speziell für die kurvenreiche Strecke der Windbergbahn / Sächsische Semmeringbahn gebaut wurden (s/w Foto). Zwei ähnliche Vorläuferexemplare waren bereits ab 1892 dort in Betrieb.

Die 98 009 war als letzte dort noch im Einsatz bis 1968.

Erhalten blieb die Schwesterlokomotive 98 001, die 1980 im RAW Meiningen ausstellungsreif, aber nicht betriebsfähig aufgearbeitet worden ist.

Sie gehört dem Verkehrsmuseum Dresden und ist im Industriemuseum Chemnitz neben vielen anderen Exponaten der Sächsischen Maschinenfabrik zu besichtigen.
Schon zweimal hat es die 98 00x in das Lokmagazin geschafft:
https://lok-magazin.de/leseprobe/possendorfer-heddel
https://lok-magazin.de/leseprobe/achtung-kreuzspinne ,
was zeigt, wie angesehen diese Bauart in „Fachkreisen“ ist.

Das Modell der 98 009 ist von der Firma Rivarossi (1340) zwischen 1972 und 1977 als 2 Leiter Gleichstrom Modell gebaut worden,
weshalb es jetzt erstmal für die Märklin MoBa umgerüstet werden muss.

Phase 1 „Demontage“ ist abgeschlossen.
Weitere Bilder folgen ….

043 315-1

Wieder einmal eine schwere Güterlok am Bahnhof von Wolfistadt, die 043 315-1 (aus der zeit zwischen 1968 und 1979).

Eine BR 44 – nämlich die 44 690 – hatten wir bereits zu Gast.
Hier ist jetzt ein Exemplar, das 1960 umgebaut wurde auf Hauptfeuerung mit Öl.
Ursprünglich gebaut und von der Reichsbahn in Betrieb genommen 1942 als 44 1315. 1949 an die Deutsche Bahn übergegangen, 1960 im Rahmen einer Hauptuntersuchung umgebaut (1.s/w Bild), 1968 umnummeriert auf 043 315-1 (2.s/w Bild), 1977 stillgelegt und ausgemustert.

1979 verkauft an die Stadt Kornwestheim, die die Lok als Denkmal am Bahnhof (3.s/w Bild; später wieder unter der alten Nummer 44 1315) positionierte.

2005 als Leihgabe an das Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn e. V. (wieder als 043 315-1; Bild am Ringschuppen).

UND 2018 schliesslich als Leihgabe an das Märklin Museum in Göppingen (dort wieder als 44 1315; ein Video zum Transport : https://www.youtube.com/watch?v=LxMYjqe5ib0), wo sie seit Anfang 2020 optisch aufbereitet wurde und nun wohl auch überdacht ausgestellt wird.

Das Modell ist aber nicht von Märklin, sondern das 4126A Gleichstrom Modell aus dem Jahre 1983 von Roco, das es mir auf Grund seiner schönen Details angetan hat.
Damit es auf meiner Märklinanlage fahren kann, habe ich einen Mittelschleifer und einen ESU Lokpilot 5 Decoder eingebaut.
Antrieb und Decoder befinden sich im Tender, der Schleifer aber an der Lok.

nochmal 81 004

Ich muss heute nochmal zurückkommen auf die 81 004, die am 27.03.2021 schon mal in Wolfistadt abgelichtet wurde.

Einfach nur, weil ich dazu noch ein paar Bilder gefunden habe, die ich interessant fand.

Sie hätte nach ihrem Dienst für Reichsbahn und DB in den Jahren 1928 – 1963 (Bild 3) eigentlich in die USA verbracht werden sollen, in das Steam Town Museum. 8 Jahre wartete sie in Oldenburg auf die Abholung, die aber wegen der immens hohen Frachtkosten nie erfolgte.

1978 – 1996 stand sie als Denkmallokomotive vor einem Baumarkt in Marienhafe (Bild 4). Danach ging sie (in desolatem Zustand, siehe Bild 5) an den Hessencourrier e. V., Kassel-Wilhelmshöhe und wurde 2015 in Naumburg abgestellt, wo sie auf ihre Aufbereitung wartet.

Das Modell von Märklin stammt wohl aus der Zeit zwischen 1957 und 1962, hat noch einen manuellen Fahrtrichtungsschalter und beherrscht den für Märklin damals typischen „Bocksprung“ beim Fahrtrichtungswechsel mit dem Trafo.

56 2048

Nochmal eine kleine aber hübsch detailierte Güterlokomotive – die 56 2048 – zu Gast am Bahnhof Wolfistadt.

Das Wechselstrommodell der Firma Fleischmann wurde zwischen 1987 und 1991 gebaut.

Das Original wurde zwischen 1921 und 1928 mit fast 850 Exemplaren als preussische G8.2 gebaut und später von der Reichsbahn in die Baureihe 56.20-29 eingeordnet. Die letzten Exemplare wurden in Deutschland Anfang der 70er Jahre ausgemustert.

In Deutschland ist aus dieser Baureihe keine Lok erhalten. Unter der Nummer Tp3 39 ist jedoch noch eine in Polen im Eisenbahnmuseum Warschau zu sehen.

45 020

Heute mal wieder eine schwere Güterdampflok, die 45 020, zu Besuch in Wolfistadt.

Ein sehr schön detailiertes Model von Märklin aus dem Jahr 2002.

Von dieser Baureihe wurden 1937 zwei Musterloks gebaut, ab 1940 folgten 26 weitere Maschinen, der dritte Auftrag von über 100 Loks wurde 1941 zu Gunsten einfacherer Kriegsloks storniert.

Diese Baureihe stellte mit 2900 PS die stärksten in Deutschland betriebenen Loks, übertrumpfte die BR 44 um ca. 25%.

Die 45 020 wurde 1941 in Betrieb genommen und fuhr im Güterdienst bis 1959.

Von den 28 gebauten Maschinen gibt es heute nur noch eine, die 45 010, die – nach schwerer Beschädigung beim Großbrand im Betriebswerk Nürnberg 2005 – im Dampflokwerk Meiningen oberflächenseitig restauriert wurde und nun im Depot Lichtenfels des DB Museums steht, wo sie einmal im Jahr am Tag des Museums zu besichtigen ist.

75 042

Eine Württembergische T 5 – später Baureihe 75 – steht heute am Bahnhof von Wolfistadt: die 75 042 von Märklin (Art.Nr.3313 von 1985).

Aus dieser Baureihe wurden zwischen 1910 und 1920 für die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen 96 Exemplare als Personenzugtenderlokomotive gebaut.

Die 75 042 war die letzte die 1963 stillgelegt wurde und sollte eigentlich als Museumslokomotive erhalten werden. 1967 wurde sie dann doch – für Dampflokfans überraschend – verschrottet.

53 0001

heute mal etwas ganz Besonderes in Wolfistadt, die 53 0001, die Lokomotive, die nie (fertig) gebaut wurde … außer als Modell von Märklin 1979 – 1982 (hier Nr. 3102 mit Wannentender in der Variante 1).

Die Vorlage war als Kriegslokomotive für schwere Güterzüge entworfen worden, wahrscheinlich hauptsächlich für Transporte an die Ostfront. Sie sollte einen Gelenkantrieb mit 4 Zylindern und 7 angetriebenen Achsen haben. 1943/1944 wurde wohl mit dem Bau des Prototyps bei der Firma Borsig begonnen, der aber nicht mehr fertiggestellt werden konnte.

Bei Märklin/Trix dagegen gab es dann sogar eine 53 0002, eine 53 0003, eine 53 0004, eine 53 0005, eine 53 0009 UND eine , eine 53 0010.

Mehrere Modelle hatten dann sogar den Kondenstender, der im Original für die 53 0001 geplant war. Er sollte die Reichweite der Lokomotive verlängern, indem aus dem „verbrauchten“ Dampf das Wasser zurückgewonnen wurde, das sonst unterwegs bei den geplanten langen Strecken mehrfach wieder nachgetankt werden musste.

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