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50.1805

Da hat sich doch tatsächlich eine Lokomotive der ÖBB nach Wolfistadt verirrt, die BR 50.1805 von Märklin (ArtikelNr. 3319 in der Fassung von 1992).

Das Vorbild des Models wurde 1942 gebaut und ging nach dem Krieg an die Österreichischen Staatseisenbahnen die 1947 zu den Österreichische Bundesbahnen wurden (sh. s/w Fotos aus 1971/1972).

1972 wurde sie in Linz „kassiert“, was wohl heißen soll, daß mit ihr Kasse gemacht wurde. Sie wurde verkauft an die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft mbH (GKB), die die Lok als Ersatzteilspender für zwei andere dort im Einsatz befindliche Loks ausschlachtete.

Die Baureihe 50 schaffte es 1975 auf eine Jugendmarke der Deutschen Bundespost – sinnigerweise auf die 50 Pfennig Briefmarke 😉

05 003

Die „Krönung der deutschen Dampflokomotiventechnik“, die BR 05 003, steht am Bahnhof von Wolfistadt.

Dargestellt in der Fassung, in der sie im Fernschnellzugdienst zwischen Hamburg und Köln fast 800000 km zurücklegte, nämlich ohne Stromlinienverkleidung und mit dem Führerhaus hinten. Aber „first things first“.
Um gegen die aufkeimende Konkurrenz des Flugverkehrs im den 1930ern zu bestehen setzte die deutsche Reichsbahn mit der Eisenbahnindustrie nochmal alles daran, schnellere Dampflokomotiven zum Einsatz zu bringen. Die Firma Borsig lieferte 2 Lokomotiven der Baureihe 05, die mit einem Dreizylindertriebwerk, 2,30 Meter hohen Treibrädern und Stromlinienverkleidung auf den Fernstrecken 175 km/h als Reisegeschwindigkeit erreichen sollten.

Bei Testfahrten mit Passagieren wurden sogar knapp über 200 km/h erreicht.
Die beiden Lokomotiven nahmen 1937 erfolgreich ihren Dienst bei der Reichsbahn auf.
Mit einer dritten Maschine wollte man weitere Neuerungen austesten. Zum Beispiel sollte das Führerhaus nach vorne zeigen, um den Lokführeren bei den hohen Geschwindigkeiten bessere Voraussicht zu gewähren, so fuhr die 05 003 quasi rückwärts (sh. 1. s/w Foto). Der Tender mit dem Brennstoff (Steinkohlestaub) war aber weiterhin zwischen Lok und Reisewagen positioniert. Der Steinkohlestaub sollte per Luftdruck automatisch zum nun mehr als 14m entfernten Brenner transportiert und dosiert eingeblasen werden. Die Dosierung machte aber massive Probleme, die Lok legte in fast 6 Jahren Testbetrieb nur knapp 500 km zurück.

1944 wurde sie umgebaut, die Stromlinienverkleidung kam weg. Der Brenner wurde auf Steinkohle umgestellt. Und sie fuhr wieder „richtigrum“ (sh. 2. s/w Foto).
Erhalten ist heute die Schwesterlok 05 001, die ihre Stromlinienverkleidung nach der Ausmusterung 1958 durch die DB wieder erhalten hat und im Museum der DB in Nürnberg zu sehen ist (siehe letztes Bild).
Auf YouTube gibt es einen schönen Kurzfilm über die Baureihe 05

Das Modell von Märklin stammt aus dem Jahr 2007 (Art.Nr. 39050) und ist bereits mit einem mfx digital Decoder mit SoundFunktionen ausgestattet. Läuft aber auch ganz problemlos auf meiner analogen Umgebung 🙂

93 374

Eine Baureihe 93 von Roco (4122A aus den Jahren 1981 bis 1984) hat nach Umbau im BAW Wolfistadt ihre Testfahrt erfolgreich bestanden und am Bahnhof kurz Halt gemacht.

Sie wurde in nicht betriebsfähigem Zustand angeliefert (analog Gleichstrom 2-Leiter; unbekannter, defekter Decoder).

Im BAW wurde sie nahezu komplett zelegt, der Decoder ausgetauscht (wie immer gegen ESU Lokpilot 5) und ein Schleifer für den Mittelleiter angebracht. Nach Neuverkabelung und Montage dann ein Test auf dem Rollenstand (Video folgt) und schliesslich der Fototermin am Bahnhof.

Unschwer zu erkennen: es war wieder viel zu eng im Gehäuse, der Decoder und die Kabelage ist im Führerhaus zu deutlich zu sehen. Da darf ich nochmal ran zum Tarnen.

Das Vorbild der Lok wurde als preußische T14 zwischen 1914 und 1918 mit fast 500 Exemplaren für den Reisezugdienst und den Nahgüterzugdienst gebaut. Später bei der Reichsbahn in die Baureihe 93 mit den Betriebsnummern 93 001 – 93 459 gefasst.

Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben einige Loks in Österreich und in Polen (dort als Baureihe Tktl-63).
Erhalten geblieben bis heute sind zwei Maschinen, die 93 108 als Tkt1-63 im Museum für Fahrzeuge und Bahntechnik in Chabówka (Polen) und die 93 230 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen (Dauerleihgabe des Verkehrsmuseums Dresden, ex DR-Traditionslok) von der auch die meisten älteren und aktuellen Bilder zu finden sind.

Ein Exemplar des Nachfolgemodells T 14.1 (1918-1924, fast 800 Exemplare), die 93 526, befindet sich im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg.

96 022

Heute Morgen ein armes Lokchen ausgepackt. Sie stammt aus der Zeit zwischen 1981 und 1986 und hat wohl seit damals in der original Rivarossi-Schachtel in ihrem original Schaumstoffbett geruht, das sich mehr und mehr in Krümel aufgelöst hat.

Die Krümel waren überall, auch in der Lok (siehe die ersten beiden Bilder).
Hab sie zerlegt und gesäubert, geölt und wieder zusammengesetzt. Bild 3 und 4 zeigen Ausschnitte der Lok beim Test nach der Montage des Fahrgestells mit Antrieb.

Und zuletzt noch ein Bild der fertigen Lok auf dem Testgleis.
Das Zerlegen der Lok war etwas tricky. Da ich zunächst keine Betriebsanleitung hatte. Ein Fan Video mit kurzem Blick in dessen mehrsprachige Betriebsanleitung hat die entscheidenden Hinweise geliefert (versteckte Schrauben; siehe Screenshot vom Video).

jetzt läuft sie endlich, die 96 022.
(Video)

050 082-7

Wir bleiben bei den Güterloks UND bei den Einheitsloks: Die 050 082-7 ist heute in Wolfistadt.

Ein Märklinmodell das in der Variante unter der Nr. 3084 von 1974-1978 vertrieben wurde.

Das Original wurde 1939 unter der Nummer 50 082 in den DIenst der Reichsbahn genommen und fuhr bis 1968 unter dieser Betriebsnummer (sh. s/w Bild), danach noch bis 1977 unter der Nummer, die das Modell von Märklin trägt.
Die Baureihe 50 war mit über 3000 gebauten Exemplaren sehr gängig. Über 2000 Exemplare gingen am 1945 an die Deutsche Bahn, wo sie zum Teil bis 1977 eingesetzt wurden.
Das Konzept der EInheitsloks sieht vor, daß nach überwiegend einheitlichen Baugrundsätzen und mit universell verwendbaren Baugruppen konzipiert wurde. Das machte die Konzeption einer neuen Baureihe erheblich kostengünstiger.
Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten.

Unter anderem die 50 001 als Denkmallokomotive im Technikmuseum Berlin und die 50 685 im Technikmuseum Speyer.

41 046 und 41 334

Heute am Bahnhof von Wolfistadt die 41 046 und die 41 334.

Beide Modelle sind von Märklin, die 41 334 als analoges Modell von 1978 (3082) , die 41 046 als frühes „Delta Digital“ Modell von 1996 (Güterzug-Set 29605).

Außer der Digitalisierung wurden am Modell selbst noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, was für mich die 41 046 etwas „schöner“ erscheinen lässt. So ist an der 41 334 ein Teil des Steuergestänges als Draht ausgeführt, an der neueren 41 046 dagegen als solides Gestängeelement.

Im Original wurde die Baureihe 41 zwischen 1937 und 1941 in großer Stückzahl (366) als schnelle Güterlokomotive gebaut und von der DB bis in die 70er Jahre betrieben.

Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten (16 ?), unter anderem ist die 41 113 im Technikmuseum in Sinsheim zu sehen.


die 41 334 (Märklin 3082) auf dem Laufband 😉