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Kategorie: Lokomotiv Vorstellung (Seite 5 von 9)

nochmal 81 004

Ich muss heute nochmal zurückkommen auf die 81 004, die am 27.03.2021 schon mal in Wolfistadt abgelichtet wurde.

Einfach nur, weil ich dazu noch ein paar Bilder gefunden habe, die ich interessant fand.

Sie hätte nach ihrem Dienst für Reichsbahn und DB in den Jahren 1928 – 1963 (Bild 3) eigentlich in die USA verbracht werden sollen, in das Steam Town Museum. 8 Jahre wartete sie in Oldenburg auf die Abholung, die aber wegen der immens hohen Frachtkosten nie erfolgte.

1978 – 1996 stand sie als Denkmallokomotive vor einem Baumarkt in Marienhafe (Bild 4). Danach ging sie (in desolatem Zustand, siehe Bild 5) an den Hessencourrier e. V., Kassel-Wilhelmshöhe und wurde 2015 in Naumburg abgestellt, wo sie auf ihre Aufbereitung wartet.

Das Modell von Märklin stammt wohl aus der Zeit zwischen 1957 und 1962, hat noch einen manuellen Fahrtrichtungsschalter und beherrscht den für Märklin damals typischen „Bocksprung“ beim Fahrtrichtungswechsel mit dem Trafo.

V 236 102-0

Heute mal Diesel: die V 236 102-0 bringt Nachschub aus der Pfalz nach Wolfistadt, scheint ein Roter im Fass zu sein.

Das Lokmodell von Märklin (BestNr 3146) stammt von 1982 und zeigt die Lok, wie sie in der Zeit zwischen 1968 und 1980 aussah.

Das Original wurde als Wehrmachtslokomotive (Typ WR 360 C 14) 1940 gebaut und an das Oberkommando Heer mit der Nummer 36272 übergeben. Hier wurden Diesellokomotiven zum Rangieren in explosionsgefährdeten Werken eingesetzt, weil Dampfloks durch ihren Abdampf die Standorte weithin sichtbar gemacht hätten.

Nach dem Krieg erhielt sie die Nummer V 36 102 und wurde 1949 an die DB übergeben, die 1968 die Umnummerierung zu V 236 102-0 vornahm.

1980 wurde sie ausgemustert und ging als Betriebslok „II“ an die SCHWENK Zement KG in Karlstadt (Main), wo sie bis 1992 Dienst tat.

Heute steht sie „rollfähig“ im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein (wieder mit Nummer V 36 102; siehe letztes Bild von 2020).

56 2048

Nochmal eine kleine aber hübsch detailierte Güterlokomotive – die 56 2048 – zu Gast am Bahnhof Wolfistadt.

Das Wechselstrommodell der Firma Fleischmann wurde zwischen 1987 und 1991 gebaut.

Das Original wurde zwischen 1921 und 1928 mit fast 850 Exemplaren als preussische G8.2 gebaut und später von der Reichsbahn in die Baureihe 56.20-29 eingeordnet. Die letzten Exemplare wurden in Deutschland Anfang der 70er Jahre ausgemustert.

In Deutschland ist aus dieser Baureihe keine Lok erhalten. Unter der Nummer Tp3 39 ist jedoch noch eine in Polen im Eisenbahnmuseum Warschau zu sehen.

45 020

Heute mal wieder eine schwere Güterdampflok, die 45 020, zu Besuch in Wolfistadt.

Ein sehr schön detailiertes Model von Märklin aus dem Jahr 2002.

Von dieser Baureihe wurden 1937 zwei Musterloks gebaut, ab 1940 folgten 26 weitere Maschinen, der dritte Auftrag von über 100 Loks wurde 1941 zu Gunsten einfacherer Kriegsloks storniert.

Diese Baureihe stellte mit 2900 PS die stärksten in Deutschland betriebenen Loks, übertrumpfte die BR 44 um ca. 25%.

Die 45 020 wurde 1941 in Betrieb genommen und fuhr im Güterdienst bis 1959.

Von den 28 gebauten Maschinen gibt es heute nur noch eine, die 45 010, die – nach schwerer Beschädigung beim Großbrand im Betriebswerk Nürnberg 2005 – im Dampflokwerk Meiningen oberflächenseitig restauriert wurde und nun im Depot Lichtenfels des DB Museums steht, wo sie einmal im Jahr am Tag des Museums zu besichtigen ist.

491 001-4

Erste touristische Aktivitäten in Wolfistadt: der fast vollbesetzte Gläserne Zug macht Halt und die Fahrgäste scheinen sehr interessiert an den Sehenswürdigkeiten.

Der gläserne Zug (Baureihe ET 91) wurde 1935/1936 als reines Ausflugsfahrzeug in zwei Exemplaren in der Heidelberger Waggonfabrik Fuchs gebaut und in München in Betrieb genommen.

Die ET 91 02 wurde noch im Krieg von einer Fliegerbombe zerstört. Die Schwesterlok ET 91 01 erhielt 1968 von der DB die Betriebsnummer DB 491 001-4.

Sie befuhr Strecken in Deutschland, Ösetrreich und der Schweiz.
1995 hatte sie einen Unfall und wurde nicht wieder betriebsbereit gemacht.

Heute ist sie teilweise wiederhergestellt im Bahnpark Augsburg ausgestellt.
Im Laufe der Jahre hatte sie sehr unterschiedliche Lackierungen.

Das Modell in Wolfistadt ist von Roco in den Jahren 1986–1994 unter Best.Nr. 43930 produziert worden und stellt die Lok im hellen Blau der Zeit 1972-1985 dar.

212 215-8

Eine Lok aus meinem Jahrgang steht heute Modell in Wolfistadt: die 212 215-8.

Das Modell von Märklin wurde zwischen 1966 und 1991 unter der Modellnummer 3072 verkauft. Die Variante des Modells am Bahnhof (3072.2) stammt von irgendwann zwischen 1969-1980. Spätere Varianten wurden dunkler rot lackiert.

Die Originallok ist 1963 gebaut und nahm ihren Betrieb unter der Bezeichnung V100 2215 bei der Bundesbahn auf, schon 1968 wurde sie auf 212 215-8 umgezeichnet.

1985 wurde sie umlackiert auf das dann typische blau beige
und 1997 schliesslich von der DB ausgemustert.

In Bosnien-Herzegovina erlebte sie ein Comeback in neuem, gelb hellblauem Kleid … und so fährt sie wohl heute noch.

75 042

Eine Württembergische T 5 – später Baureihe 75 – steht heute am Bahnhof von Wolfistadt: die 75 042 von Märklin (Art.Nr.3313 von 1985).

Aus dieser Baureihe wurden zwischen 1910 und 1920 für die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen 96 Exemplare als Personenzugtenderlokomotive gebaut.

Die 75 042 war die letzte die 1963 stillgelegt wurde und sollte eigentlich als Museumslokomotive erhalten werden. 1967 wurde sie dann doch – für Dampflokfans überraschend – verschrottet.

E 70 21

Ein kleines Schmankerl für die E-Lok Begeisterten, die bayrische EG 2 mit der Nummer E 70 21, am Bahnhof von Wolfistadt.

Märklin hat diese Lok (3448) zwischen 1993 und 1997 in blau aufgelegt. Später gab es noch mehrere Varianten in grün.
Die Vorlage für das Modell wurde 1920 genau 2 mal gebaut und unter den Nummern 20221 und 20222 im Güterverkehr auf der Strecke Freilassing–Berchtesgaden in Betrieb genommen.

Bei der Übernahme durch die Reichsbahn 1926 wurden sie umbenannt zu 70 21 und 70 22 und versahen ihren Dienst noch unter der Bundesbahn bis 1951.
Es ist keine der beiden mehr erhalten und es gibt auch nur sehr wenige Fotografien … aber 2 alte Fotos von der Lok auf der Strecke habe ich mal angehängt.

In der Zeitschrift Eisenbahn Journal 2/1993 war ein mehrseitiger Artikel über die Baureihe abgedruckt (https://docplayer.org/43452275-Inhalt-i-if-f-ein…)

53 0001

heute mal etwas ganz Besonderes in Wolfistadt, die 53 0001, die Lokomotive, die nie (fertig) gebaut wurde … außer als Modell von Märklin 1979 – 1982 (hier Nr. 3102 mit Wannentender in der Variante 1).

Die Vorlage war als Kriegslokomotive für schwere Güterzüge entworfen worden, wahrscheinlich hauptsächlich für Transporte an die Ostfront. Sie sollte einen Gelenkantrieb mit 4 Zylindern und 7 angetriebenen Achsen haben. 1943/1944 wurde wohl mit dem Bau des Prototyps bei der Firma Borsig begonnen, der aber nicht mehr fertiggestellt werden konnte.

Bei Märklin/Trix dagegen gab es dann sogar eine 53 0002, eine 53 0003, eine 53 0004, eine 53 0005, eine 53 0009 UND eine , eine 53 0010.

Mehrere Modelle hatten dann sogar den Kondenstender, der im Original für die 53 0001 geplant war. Er sollte die Reichweite der Lokomotive verlängern, indem aus dem „verbrauchten“ Dampf das Wasser zurückgewonnen wurde, das sonst unterwegs bei den geplanten langen Strecken mehrfach wieder nachgetankt werden musste.

55 5555

Eine preussische G 8.1, die 55 5555, ist heute zu Besuch in Wolfistadt.

Dieses Modell wurde von Märklin zwischen 1999 und 2005 gebaut. Märklin hat immer wieder ein Modell dieser Baureihe aufgelegt, aber scheinbar in geringerer Stückzahl, denn es sind kaum Exemplare auf den üblichen Plattformen in Umlauf.

Das Vorbild wurde zwischen 1912 und 1921 gebaut in großer Stückzahl gebaut (über 5000 Stk) und vornehmlich im Güterverkehr und Rangierdienst eingesetzt (siehe 3. Bild).

Die letzten Loks der Baureihe wurden Anfang der 70er stillgelegt.
Trotz der großen Stückzahl sind heute nur noch 2 Exemplare erhalten, eines davon – die 55 3528 – steht im Technikmuseum Speyer (siehe 4.Bild vom Antransport und 5.Bild am Aufstellungsort).

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