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Kategorie: Lokomotiv Vorstellung (Seite 6 von 9)

74 701

Eine Preussische T12 (Baureihe 74) ist heute am Bahnhof von Wolfistadt.

Diese zwischen 1905 und 1921 gebauten Lokomotiven wurden unter anderem auf der Stadtbahn Berlin (dem Vorläufer der heutigen S-Bahn) im Personenverkehr eingesetzt. Dafür mussten sie wegen der häufigen Stops über eine gute Beschleunigung verfügen, auch mit den anhängenden 250-300 Tonnen Personenwagen.

Unter dem Title „Die Baureihe 74 die legendäre Berliner Stadtbahnlok“ gibt es dazu auch ein Video (https://www.youtube.com/watch?v=NxCicfNs45o)
Von den über tausend produzierten Loks sind heute nur noch 3 erhalten. Eine davon – die 74 1230 – gehört dem DB Museum in Berlin und steht bei den Eisenbahnfreunden Berlin (siehe Bild 2 und 3, die aber nicht mehr den Regelbetrieb, sondern verschiedene Sonderfahrten in den 80ern und den 90ern darstellen).

Die Vorlage für das Modell von Märklin – die 74 701 – wurde 1909 unter der Bezeichnung „7708 Kattowitz“ in Betrieb genommen, 1926 umgezeichnet auf 74 701, am Ende des Krieges in den britischen Sektor verlegt und 1963 stillgelegt.

Das Modell selbst wurde ab 1979 bis 1998 in dieser Variante (3095.4) von Märklin verkauft, unter anderem auch in mehreren Startersets integriert.

96 022

Heute Morgen ein armes Lokchen ausgepackt. Sie stammt aus der Zeit zwischen 1981 und 1986 und hat wohl seit damals in der original Rivarossi-Schachtel in ihrem original Schaumstoffbett geruht, das sich mehr und mehr in Krümel aufgelöst hat.

Die Krümel waren überall, auch in der Lok (siehe die ersten beiden Bilder).
Hab sie zerlegt und gesäubert, geölt und wieder zusammengesetzt. Bild 3 und 4 zeigen Ausschnitte der Lok beim Test nach der Montage des Fahrgestells mit Antrieb.

Und zuletzt noch ein Bild der fertigen Lok auf dem Testgleis.
Das Zerlegen der Lok war etwas tricky. Da ich zunächst keine Betriebsanleitung hatte. Ein Fan Video mit kurzem Blick in dessen mehrsprachige Betriebsanleitung hat die entscheidenden Hinweise geliefert (versteckte Schrauben; siehe Screenshot vom Video).

jetzt läuft sie endlich, die 96 022.
(Video)

Fortschritt E 91

Die E 91 ist mit einem Decoder versehen, der mit Wechselstrom betrieben und angesteuert wird und den vorhandenen Gleichstrommotor und die Lampen/LEDs ansteuert.

Ich habe von ESU den LokPilot 5 DCC/MM/SX/M4, 6-pin für NEM651 (59616) verwendet, konnte auf eBay günstig mehrere davon erstehen.
Jetzt ist sie wieder montiert und läuft sich seelenruhig auf dem Testgleis ein.

050 082-7

Wir bleiben bei den Güterloks UND bei den Einheitsloks: Die 050 082-7 ist heute in Wolfistadt.

Ein Märklinmodell das in der Variante unter der Nr. 3084 von 1974-1978 vertrieben wurde.

Das Original wurde 1939 unter der Nummer 50 082 in den DIenst der Reichsbahn genommen und fuhr bis 1968 unter dieser Betriebsnummer (sh. s/w Bild), danach noch bis 1977 unter der Nummer, die das Modell von Märklin trägt.
Die Baureihe 50 war mit über 3000 gebauten Exemplaren sehr gängig. Über 2000 Exemplare gingen am 1945 an die Deutsche Bahn, wo sie zum Teil bis 1977 eingesetzt wurden.
Das Konzept der EInheitsloks sieht vor, daß nach überwiegend einheitlichen Baugrundsätzen und mit universell verwendbaren Baugruppen konzipiert wurde. Das machte die Konzeption einer neuen Baureihe erheblich kostengünstiger.
Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten.

Unter anderem die 50 001 als Denkmallokomotive im Technikmuseum Berlin und die 50 685 im Technikmuseum Speyer.

41 046 und 41 334

Heute am Bahnhof von Wolfistadt die 41 046 und die 41 334.

Beide Modelle sind von Märklin, die 41 334 als analoges Modell von 1978 (3082) , die 41 046 als frühes „Delta Digital“ Modell von 1996 (Güterzug-Set 29605).

Außer der Digitalisierung wurden am Modell selbst noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, was für mich die 41 046 etwas „schöner“ erscheinen lässt. So ist an der 41 334 ein Teil des Steuergestänges als Draht ausgeführt, an der neueren 41 046 dagegen als solides Gestängeelement.

Im Original wurde die Baureihe 41 zwischen 1937 und 1941 in großer Stückzahl (366) als schnelle Güterlokomotive gebaut und von der DB bis in die 70er Jahre betrieben.

Von dieser Baureihe sind noch einige erhalten (16 ?), unter anderem ist die 41 113 im Technikmuseum in Sinsheim zu sehen.


die 41 334 (Märklin 3082) auf dem Laufband 😉

39 196

Eine Schnellzuglok für den schweren Personenverkehr ist heute am Bahnhof von Wolfistadt, die 39 196, eine ehemals Preussische P10 später Baureihe 39.

Das Modell ist vom italienischen Modellbahnhersteller Rivarossi nach 2001 hergestellt und dieser Zeit entsprechend weitestgehend in Kunststoff ausgeführt, dafür aber recht schön detailliert.

Das Vorbild wurde 1925 gebaut und in den Dienst der Reichsbahn genommen und fuhr bis 1967 noch für die DB (siehe s/w Bilder).
Eine Besonderheit an der Lok ist das Dreizylinder-Heißdampf-Triebwerk mit unabhängiger Steuerung, der dritte Zylinder liegt schräg in der Mitte zwischen den anderen beiden.

Zwei Loks dieser Baureihe gibt es heute noch:
Die 39 230 des DB Museums ist derzeit im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt zu sehen (siehe letztes Bild),
die 39 184 steht im nichtöffentlichen Werksmuseum von Alstom in Salzgitter-Watenstedt.

89 066

Heute mal wieder eine ganz alte Dame am Bahnhof von Wolfistadt: die 89 066.

Unter der BR 89 wurden verschiedene Rangierloks zusammengefasst. Hier eine Preussische T8 von 1908, von deren Bauart 100 Stk für die Preussichen Staatseisenbahnen gebaut wurden. Erst beim Übergang an die Deutsche Reichsbahn erfolgte die Nummerierung als 89 001 – 89 078, da waren schon 22 anderweitig verkauft. Auch der Rest ging bald danach an verschiedene Privatbahnen. Sechs davon kamen wieder zur Reichsbahn zurück und eine davon tat bis 1965 noch für die DB ihre Dienste.

Erhalten ist heute noch die 89 1004 (mutmaßlich die ehemalige 89 066) im DB Museum Halle (siehe die beiden s/w Bilder).

Das oben gezeigte Modell (3104) von Märklin wurde zwischen 1980 und 1986 gefertigt.

E 32 103

die E 32 103 aus der Baureihe E 32 (ursprünglich „bayrische EP2“) war heute auf dem Bahnhof von Wolfistadt zu sehen.

Das Modell wurde von Roco zwischen 1980–1986 unter der Nr. 4145A als Wechselstrom-Version für Märklinbahnen verkauft.

Das Original wurde1925 gebaut und in Betrieb genommen mit der Nummer E 32 18. 1936 wurde das Getriebe umgebaut zu Gunsten einer höheren Maximalgeschwindigkeit (von 75km/h auf max. 90km/h) und lief
ab da unter der Betriebsnummer E 32 103 (siehe 2.Bild).

1968 beim Übergang zur DB wurde sie umnummeriert zu 132 103-3 und schliesslich 1972 in München ausgemustert.
Besonderheit dieser Baureihe ist der Schrägstangenantrieb,
der auf dem Bild vom Modell sehr gut zu sehen ist.

Eine der Baureihen Schwestern, die E 32 27, ist noch als Ausstellungsstück im Eisenbahnmuseum Bochum zu sehen (sh. 3. und 4. Bild)

18 478

Heute wieder ein Klassiker in Wolfistadt, die bayrische S 3/6 mit der Betriebsnummer 18 478, die sie 1926 bei der Übernahme durch die Deutschen Reichsbahn bekam.

Das Original wurde 1918 gebaut und als Nr. 3673 in Betrieb genommen.
Die Baureihe S 3/6 hatte ein Vierzylinder-Verbundtriebwerk und
für den Schnellzugdienst eine Radhöhe von 1870mm.

Nach ihrer Ausmusterung in den Sechzigern hatte die 3673/18 478 eine wechselvolle Geschichte: sollte in der Schweiz verschrottet werden, wurde von einem Privatier „gerettet“, mehrfach renoviert, einmal auch gesponsort von Märklin (Bild 3) und ist heute wieder betriebsbereit im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen (Bild 4).

Ich hab noch keine Lokomotive recherchiert, die den Luxus bot zwei eigene Portrait-Filmchen in YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=bCBKRNK4DDM, https://www.youtube.com/watch?v=VtYtbEBtrOU) und einen eigenen Abschnitt in der WikiPedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_S_3/6#18_478) zu haben.

Das Modell von Märklin wurde unter der Nummer 3093 zwischen 1974 und 1976 gebaut. Natürlich gibt/gab es das Modell von Märklin auch in dem selbstgesponsorten blaugrau (Nr 37186) und im klassischen grün (Nr 3092 oder 37182).

Ae 3/6 II 10460

Heute mal eine E-Lok in Wolfistadt: die 10460 aus der Reihe Ae 3/6 II der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

Das Modell stammt wahrscheinlich aus den 60ern. Wurde Anfang der 80er zwar nochmal aufgelegt, dann aber mit bräunlicher Färbung der Dachkanten.

Das Original wurde in 1921 bis 1926 für die elektrifizierten Bahnstrecken der SBB gebaut und bis in die 70er Jahre betrieben. Die Schwesterlok 10439 (siehe 2. Bild) wird (als einzige aus der Baureihe) heute noch für Sonderfahrten eingesetzt.

Eine Besonderheit an dieser Baureihe ist der Stangenantrieb (siehe auch 3.Bild in s/w), der – unter anderem – das Schleudern einzelner Antriebsräder unterdrückt, aber für höhere Geschwindigkeiten eher ungeeignet ist. Später wurde der Stangenantrieb deshalb nur noch bei Rangierlokomotiven eingesetzt.

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