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Schlagwort: Märklin (Seite 5 von 8)

45 020

Heute mal wieder eine schwere Güterdampflok, die 45 020, zu Besuch in Wolfistadt.

Ein sehr schön detailiertes Model von Märklin aus dem Jahr 2002.

Von dieser Baureihe wurden 1937 zwei Musterloks gebaut, ab 1940 folgten 26 weitere Maschinen, der dritte Auftrag von über 100 Loks wurde 1941 zu Gunsten einfacherer Kriegsloks storniert.

Diese Baureihe stellte mit 2900 PS die stärksten in Deutschland betriebenen Loks, übertrumpfte die BR 44 um ca. 25%.

Die 45 020 wurde 1941 in Betrieb genommen und fuhr im Güterdienst bis 1959.

Von den 28 gebauten Maschinen gibt es heute nur noch eine, die 45 010, die – nach schwerer Beschädigung beim Großbrand im Betriebswerk Nürnberg 2005 – im Dampflokwerk Meiningen oberflächenseitig restauriert wurde und nun im Depot Lichtenfels des DB Museums steht, wo sie einmal im Jahr am Tag des Museums zu besichtigen ist.

491 001-4

Erste touristische Aktivitäten in Wolfistadt: der fast vollbesetzte Gläserne Zug macht Halt und die Fahrgäste scheinen sehr interessiert an den Sehenswürdigkeiten.

Der gläserne Zug (Baureihe ET 91) wurde 1935/1936 als reines Ausflugsfahrzeug in zwei Exemplaren in der Heidelberger Waggonfabrik Fuchs gebaut und in München in Betrieb genommen.

Die ET 91 02 wurde noch im Krieg von einer Fliegerbombe zerstört. Die Schwesterlok ET 91 01 erhielt 1968 von der DB die Betriebsnummer DB 491 001-4.

Sie befuhr Strecken in Deutschland, Ösetrreich und der Schweiz.
1995 hatte sie einen Unfall und wurde nicht wieder betriebsbereit gemacht.

Heute ist sie teilweise wiederhergestellt im Bahnpark Augsburg ausgestellt.
Im Laufe der Jahre hatte sie sehr unterschiedliche Lackierungen.

Das Modell in Wolfistadt ist von Roco in den Jahren 1986–1994 unter Best.Nr. 43930 produziert worden und stellt die Lok im hellen Blau der Zeit 1972-1985 dar.

212 215-8

Eine Lok aus meinem Jahrgang steht heute Modell in Wolfistadt: die 212 215-8.

Das Modell von Märklin wurde zwischen 1966 und 1991 unter der Modellnummer 3072 verkauft. Die Variante des Modells am Bahnhof (3072.2) stammt von irgendwann zwischen 1969-1980. Spätere Varianten wurden dunkler rot lackiert.

Die Originallok ist 1963 gebaut und nahm ihren Betrieb unter der Bezeichnung V100 2215 bei der Bundesbahn auf, schon 1968 wurde sie auf 212 215-8 umgezeichnet.

1985 wurde sie umlackiert auf das dann typische blau beige
und 1997 schliesslich von der DB ausgemustert.

In Bosnien-Herzegovina erlebte sie ein Comeback in neuem, gelb hellblauem Kleid … und so fährt sie wohl heute noch.

75 042

Eine Württembergische T 5 – später Baureihe 75 – steht heute am Bahnhof von Wolfistadt: die 75 042 von Märklin (Art.Nr.3313 von 1985).

Aus dieser Baureihe wurden zwischen 1910 und 1920 für die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen 96 Exemplare als Personenzugtenderlokomotive gebaut.

Die 75 042 war die letzte die 1963 stillgelegt wurde und sollte eigentlich als Museumslokomotive erhalten werden. 1967 wurde sie dann doch – für Dampflokfans überraschend – verschrottet.

E 70 21

Ein kleines Schmankerl für die E-Lok Begeisterten, die bayrische EG 2 mit der Nummer E 70 21, am Bahnhof von Wolfistadt.

Märklin hat diese Lok (3448) zwischen 1993 und 1997 in blau aufgelegt. Später gab es noch mehrere Varianten in grün.
Die Vorlage für das Modell wurde 1920 genau 2 mal gebaut und unter den Nummern 20221 und 20222 im Güterverkehr auf der Strecke Freilassing–Berchtesgaden in Betrieb genommen.

Bei der Übernahme durch die Reichsbahn 1926 wurden sie umbenannt zu 70 21 und 70 22 und versahen ihren Dienst noch unter der Bundesbahn bis 1951.
Es ist keine der beiden mehr erhalten und es gibt auch nur sehr wenige Fotografien … aber 2 alte Fotos von der Lok auf der Strecke habe ich mal angehängt.

In der Zeitschrift Eisenbahn Journal 2/1993 war ein mehrseitiger Artikel über die Baureihe abgedruckt (https://docplayer.org/43452275-Inhalt-i-if-f-ein…)

53 0001

heute mal etwas ganz Besonderes in Wolfistadt, die 53 0001, die Lokomotive, die nie (fertig) gebaut wurde … außer als Modell von Märklin 1979 – 1982 (hier Nr. 3102 mit Wannentender in der Variante 1).

Die Vorlage war als Kriegslokomotive für schwere Güterzüge entworfen worden, wahrscheinlich hauptsächlich für Transporte an die Ostfront. Sie sollte einen Gelenkantrieb mit 4 Zylindern und 7 angetriebenen Achsen haben. 1943/1944 wurde wohl mit dem Bau des Prototyps bei der Firma Borsig begonnen, der aber nicht mehr fertiggestellt werden konnte.

Bei Märklin/Trix dagegen gab es dann sogar eine 53 0002, eine 53 0003, eine 53 0004, eine 53 0005, eine 53 0009 UND eine , eine 53 0010.

Mehrere Modelle hatten dann sogar den Kondenstender, der im Original für die 53 0001 geplant war. Er sollte die Reichweite der Lokomotive verlängern, indem aus dem „verbrauchten“ Dampf das Wasser zurückgewonnen wurde, das sonst unterwegs bei den geplanten langen Strecken mehrfach wieder nachgetankt werden musste.

55 5555

Eine preussische G 8.1, die 55 5555, ist heute zu Besuch in Wolfistadt.

Dieses Modell wurde von Märklin zwischen 1999 und 2005 gebaut. Märklin hat immer wieder ein Modell dieser Baureihe aufgelegt, aber scheinbar in geringerer Stückzahl, denn es sind kaum Exemplare auf den üblichen Plattformen in Umlauf.

Das Vorbild wurde zwischen 1912 und 1921 gebaut in großer Stückzahl gebaut (über 5000 Stk) und vornehmlich im Güterverkehr und Rangierdienst eingesetzt (siehe 3. Bild).

Die letzten Loks der Baureihe wurden Anfang der 70er stillgelegt.
Trotz der großen Stückzahl sind heute nur noch 2 Exemplare erhalten, eines davon – die 55 3528 – steht im Technikmuseum Speyer (siehe 4.Bild vom Antransport und 5.Bild am Aufstellungsort).

74 701

Eine Preussische T12 (Baureihe 74) ist heute am Bahnhof von Wolfistadt.

Diese zwischen 1905 und 1921 gebauten Lokomotiven wurden unter anderem auf der Stadtbahn Berlin (dem Vorläufer der heutigen S-Bahn) im Personenverkehr eingesetzt. Dafür mussten sie wegen der häufigen Stops über eine gute Beschleunigung verfügen, auch mit den anhängenden 250-300 Tonnen Personenwagen.

Unter dem Title „Die Baureihe 74 die legendäre Berliner Stadtbahnlok“ gibt es dazu auch ein Video (https://www.youtube.com/watch?v=NxCicfNs45o)
Von den über tausend produzierten Loks sind heute nur noch 3 erhalten. Eine davon – die 74 1230 – gehört dem DB Museum in Berlin und steht bei den Eisenbahnfreunden Berlin (siehe Bild 2 und 3, die aber nicht mehr den Regelbetrieb, sondern verschiedene Sonderfahrten in den 80ern und den 90ern darstellen).

Die Vorlage für das Modell von Märklin – die 74 701 – wurde 1909 unter der Bezeichnung „7708 Kattowitz“ in Betrieb genommen, 1926 umgezeichnet auf 74 701, am Ende des Krieges in den britischen Sektor verlegt und 1963 stillgelegt.

Das Modell selbst wurde ab 1979 bis 1998 in dieser Variante (3095.4) von Märklin verkauft, unter anderem auch in mehreren Startersets integriert.

96 022

Heute Morgen ein armes Lokchen ausgepackt. Sie stammt aus der Zeit zwischen 1981 und 1986 und hat wohl seit damals in der original Rivarossi-Schachtel in ihrem original Schaumstoffbett geruht, das sich mehr und mehr in Krümel aufgelöst hat.

Die Krümel waren überall, auch in der Lok (siehe die ersten beiden Bilder).
Hab sie zerlegt und gesäubert, geölt und wieder zusammengesetzt. Bild 3 und 4 zeigen Ausschnitte der Lok beim Test nach der Montage des Fahrgestells mit Antrieb.

Und zuletzt noch ein Bild der fertigen Lok auf dem Testgleis.
Das Zerlegen der Lok war etwas tricky. Da ich zunächst keine Betriebsanleitung hatte. Ein Fan Video mit kurzem Blick in dessen mehrsprachige Betriebsanleitung hat die entscheidenden Hinweise geliefert (versteckte Schrauben; siehe Screenshot vom Video).

jetzt läuft sie endlich, die 96 022.
(Video)

Fortschritt E 91

Die E 91 ist mit einem Decoder versehen, der mit Wechselstrom betrieben und angesteuert wird und den vorhandenen Gleichstrommotor und die Lampen/LEDs ansteuert.

Ich habe von ESU den LokPilot 5 DCC/MM/SX/M4, 6-pin für NEM651 (59616) verwendet, konnte auf eBay günstig mehrere davon erstehen.
Jetzt ist sie wieder montiert und läuft sich seelenruhig auf dem Testgleis ein.

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