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Schlagwort: Wolfistadt (Seite 4 von 9)

V 60 1009

Heute wieder eine V 60 Diesellok auf dem Rangierfeld von Wolfistadt, die V60 1009, quasi die Schwester zu der Lok vom Freitag.

Auch sie ein Model von Märklin, aber aus dem Jahr 1965, das in verschiedenen Varianten zwischen 1963 und 1992 gebaut wurde.
Das Model zeigt wie das Original vor 1968 aussah, da wurde es nämlich umnummeriert auf 260 009-6, 1987 dann nochmal auf 360 009-5.

Im Laufe ihrer Dienstzeit wurde sie auch mal auf das typische blau – beige und wieder auf rot umlackiert (siehe die beiden Bilder vom Original aus den Jahren 1990 und 2000).

2001 wurde die Lok ausgemustert und in Köln durch die Firma Theo Steil GmbH „verwertet“ (der Name ist mir jetzt schon öfters begegnet, wenn es um die Verschrottung von Bahnmaterial ging; haben weiterere Standorte, unter anderem in Ludwigshafen)

152 034-5

Eine E-Lok der Bauart bayrische EP 5 später Baureihe 52 bzw 152 steht heute am Bahnhof Wolfistadt.

Dargestellt in ihrer DB-Zeit in grün mit der Nummer 152 034-5. Das Modell wurde von Märklin zwischen 1983 und 1994 hergestellt (Art.Nr. 3366).
Das Original wurde 1925 bei J.A.Maffei in München gebaut und in Betrieb genommen als Lok Nr. (EP 5) 21 534. Schon 2 Jahre später ging sie an die Deutsche Reichsbahn und erhielt die Nummer (E) 52 34. 1968-1978 fuhr sie für die DB unter der Nummer E 152 034-5.

Seit 1978 ist sie – wieder mit der Nummer EP 5 21 534 – als Museumslok an verschiedenen DB Museumsstandorten zu sehen, aktuell in Nürnberg.
1970-1978, die letzten 8 Jahre vor der Ausmusterung, wurde die Lok schon nicht mehr im Verkehr eingesetzt, sondern als stationäre Heizlok. So war sie – kleines lokales Highlight – von Nov. 1970 bis Aug.1971 am Bahnhof Worms eingesetzt um abgestellte Reisewaggons für den Einsatz vorzuheizen.

Da alle Exemplare dieser Baureihe aus dem Verkehr waren, wurde die Baureihenbezeichnung 152 im Jahr 1996 von der Deutschen Bahn AG wieder für einen neuen Lokomotivtypen verwendet (siehe letztes Bild mit einer aktuellen E-Lokomotive mit der gleichen Nummer)

Mir gefällt an der EP 5 Baureihe (wie an den meisten alten E-Lok-Baureihen) der Antrieb über eine Blindwelle auf Kuppelstangen. Da ist dann wenigsten etwas sichtbar in Bewegung 😉 , im Gegensatz zu den modernen E- und Diesel-Loks.

260 789-3

Heute mal eine kleine V 60 Diesellok auf dem Rangierfeld von Wolfistadt,
die 260 789-3.

Ein Model von Märklin aus dem Jahr 1983, das in Varianten noch bis 1993 gebaut wurde. Wie ihr Vorbild auf dem Foto von 1998 hat die Gute schon ein paar Gebrauchsspuren.

Das Original wurde 1960 von Henschel mit der Loknummer 30078 gebaut und als V 60 789 an die DB übergeben. 1968 wurde Sie umnummeriert auf 260 789-3. Diese Zeit stellt das Modell dar. 1987 erhielt sie Nummer 360 789-2 unter der sie dann bis zu ihrer Ausmusterung 1998 ihren Dienst versah. 2002 wurde sie dann nach Trier zur Zerlegung überführt.
Insgesamt wurden von dieser Baureihe fast 950 Exemplare zwischen 1955 und 1963 gebaut.

Kleines regionales Highlight:
1962 wurden (bundesweites Novum !) die Lokomotiven V 60 042 und V 60 043 für einen Versuchsbetrieb im Mannheimer Rangierbahnhof mit einer Funkfernsteuerung versehen, allerdings war diese nur für die Geschwindigkeitssteuerung am Ablaufberg gedacht – ein Lokführer auf dem Führerstand war nach wie vor erforderlich.

85 007

Für die Höllentalbahn im Schwarzwald mit ihren Steigungen bis 57 ‰ wurden 1931 bei Henschel in Kassel zehn schwere Tenderlokomotiven in Auftrag gegeben, die dort ab 1932 bis 1961 ihren Dienst versahen.

Die letzte, die 85 007, wurde 1966 vor der Ingenieurschule Konstanz aufgestellt, 1979 wurde sie vom Kameradschaftswerk der Eisenbahner Freiburg (KWE) als rollfähiges Ausstellungsstück wiederhergerichte.

Seit 1992 steht sie in einem Unterstand auf dem Gelände des Bahnbetriebswerk Freiburg und wird dort als technisches Industriedenkmal erhalten.

Der Betreiberverein der 3Seenbahn im Schwarzwald (https://www.3seenbahn.de/) versucht wohl seit einigen Jahren die Lok in seinen Bestand zu bekommen für den Einsatz vor Museumszügen für Touristen.
In Wolfistadt war sie heute schon mal zu Besuch.

93 374

Eine Baureihe 93 von Roco (4122A aus den Jahren 1981 bis 1984) hat nach Umbau im BAW Wolfistadt ihre Testfahrt erfolgreich bestanden und am Bahnhof kurz Halt gemacht.

Sie wurde in nicht betriebsfähigem Zustand angeliefert (analog Gleichstrom 2-Leiter; unbekannter, defekter Decoder).

Im BAW wurde sie nahezu komplett zelegt, der Decoder ausgetauscht (wie immer gegen ESU Lokpilot 5) und ein Schleifer für den Mittelleiter angebracht. Nach Neuverkabelung und Montage dann ein Test auf dem Rollenstand (Video folgt) und schliesslich der Fototermin am Bahnhof.

Unschwer zu erkennen: es war wieder viel zu eng im Gehäuse, der Decoder und die Kabelage ist im Führerhaus zu deutlich zu sehen. Da darf ich nochmal ran zum Tarnen.

Das Vorbild der Lok wurde als preußische T14 zwischen 1914 und 1918 mit fast 500 Exemplaren für den Reisezugdienst und den Nahgüterzugdienst gebaut. Später bei der Reichsbahn in die Baureihe 93 mit den Betriebsnummern 93 001 – 93 459 gefasst.

Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben einige Loks in Österreich und in Polen (dort als Baureihe Tktl-63).
Erhalten geblieben bis heute sind zwei Maschinen, die 93 108 als Tkt1-63 im Museum für Fahrzeuge und Bahntechnik in Chabówka (Polen) und die 93 230 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen (Dauerleihgabe des Verkehrsmuseums Dresden, ex DR-Traditionslok) von der auch die meisten älteren und aktuellen Bilder zu finden sind.

Ein Exemplar des Nachfolgemodells T 14.1 (1918-1924, fast 800 Exemplare), die 93 526, befindet sich im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg.

98 009

Eine ganz besondere Dampflokomotive weilt heute in Wolfistadt, die 98 009, genannt „die Kreuzspinne“ (wegen der Anordnung ihres Vierzylinder-Verbundtriebwerks).

Dabei handelt es sich um eine Sächsische I TV, von denen 19 Stück zwischen 1910 und1914 speziell für die kurvenreiche Strecke der Windbergbahn / Sächsische Semmeringbahn gebaut wurden (s/w Foto). Zwei ähnliche Vorläuferexemplare waren bereits ab 1892 dort in Betrieb.

Die 98 009 war als letzte dort noch im Einsatz bis 1968.

Erhalten blieb die Schwesterlokomotive 98 001, die 1980 im RAW Meiningen ausstellungsreif, aber nicht betriebsfähig aufgearbeitet worden ist.

Sie gehört dem Verkehrsmuseum Dresden und ist im Industriemuseum Chemnitz neben vielen anderen Exponaten der Sächsischen Maschinenfabrik zu besichtigen.
Schon zweimal hat es die 98 00x in das Lokmagazin geschafft:
https://lok-magazin.de/leseprobe/possendorfer-heddel
https://lok-magazin.de/leseprobe/achtung-kreuzspinne ,
was zeigt, wie angesehen diese Bauart in „Fachkreisen“ ist.

Das Modell der 98 009 ist von der Firma Rivarossi (1340) zwischen 1972 und 1977 als 2 Leiter Gleichstrom Modell gebaut worden,
weshalb es jetzt erstmal für die Märklin MoBa umgerüstet werden muss.

Phase 1 „Demontage“ ist abgeschlossen.
Weitere Bilder folgen ….

043 315-1

Wieder einmal eine schwere Güterlok am Bahnhof von Wolfistadt, die 043 315-1 (aus der zeit zwischen 1968 und 1979).

Eine BR 44 – nämlich die 44 690 – hatten wir bereits zu Gast.
Hier ist jetzt ein Exemplar, das 1960 umgebaut wurde auf Hauptfeuerung mit Öl.
Ursprünglich gebaut und von der Reichsbahn in Betrieb genommen 1942 als 44 1315. 1949 an die Deutsche Bahn übergegangen, 1960 im Rahmen einer Hauptuntersuchung umgebaut (1.s/w Bild), 1968 umnummeriert auf 043 315-1 (2.s/w Bild), 1977 stillgelegt und ausgemustert.

1979 verkauft an die Stadt Kornwestheim, die die Lok als Denkmal am Bahnhof (3.s/w Bild; später wieder unter der alten Nummer 44 1315) positionierte.

2005 als Leihgabe an das Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn e. V. (wieder als 043 315-1; Bild am Ringschuppen).

UND 2018 schliesslich als Leihgabe an das Märklin Museum in Göppingen (dort wieder als 44 1315; ein Video zum Transport : https://www.youtube.com/watch?v=LxMYjqe5ib0), wo sie seit Anfang 2020 optisch aufbereitet wurde und nun wohl auch überdacht ausgestellt wird.

Das Modell ist aber nicht von Märklin, sondern das 4126A Gleichstrom Modell aus dem Jahre 1983 von Roco, das es mir auf Grund seiner schönen Details angetan hat.
Damit es auf meiner Märklinanlage fahren kann, habe ich einen Mittelschleifer und einen ESU Lokpilot 5 Decoder eingebaut.
Antrieb und Decoder befinden sich im Tender, der Schleifer aber an der Lok.

nochmal 81 004

Ich muss heute nochmal zurückkommen auf die 81 004, die am 27.03.2021 schon mal in Wolfistadt abgelichtet wurde.

Einfach nur, weil ich dazu noch ein paar Bilder gefunden habe, die ich interessant fand.

Sie hätte nach ihrem Dienst für Reichsbahn und DB in den Jahren 1928 – 1963 (Bild 3) eigentlich in die USA verbracht werden sollen, in das Steam Town Museum. 8 Jahre wartete sie in Oldenburg auf die Abholung, die aber wegen der immens hohen Frachtkosten nie erfolgte.

1978 – 1996 stand sie als Denkmallokomotive vor einem Baumarkt in Marienhafe (Bild 4). Danach ging sie (in desolatem Zustand, siehe Bild 5) an den Hessencourrier e. V., Kassel-Wilhelmshöhe und wurde 2015 in Naumburg abgestellt, wo sie auf ihre Aufbereitung wartet.

Das Modell von Märklin stammt wohl aus der Zeit zwischen 1957 und 1962, hat noch einen manuellen Fahrtrichtungsschalter und beherrscht den für Märklin damals typischen „Bocksprung“ beim Fahrtrichtungswechsel mit dem Trafo.

V 236 102-0

Heute mal Diesel: die V 236 102-0 bringt Nachschub aus der Pfalz nach Wolfistadt, scheint ein Roter im Fass zu sein.

Das Lokmodell von Märklin (BestNr 3146) stammt von 1982 und zeigt die Lok, wie sie in der Zeit zwischen 1968 und 1980 aussah.

Das Original wurde als Wehrmachtslokomotive (Typ WR 360 C 14) 1940 gebaut und an das Oberkommando Heer mit der Nummer 36272 übergeben. Hier wurden Diesellokomotiven zum Rangieren in explosionsgefährdeten Werken eingesetzt, weil Dampfloks durch ihren Abdampf die Standorte weithin sichtbar gemacht hätten.

Nach dem Krieg erhielt sie die Nummer V 36 102 und wurde 1949 an die DB übergeben, die 1968 die Umnummerierung zu V 236 102-0 vornahm.

1980 wurde sie ausgemustert und ging als Betriebslok „II“ an die SCHWENK Zement KG in Karlstadt (Main), wo sie bis 1992 Dienst tat.

Heute steht sie „rollfähig“ im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein (wieder mit Nummer V 36 102; siehe letztes Bild von 2020).

56 2048

Nochmal eine kleine aber hübsch detailierte Güterlokomotive – die 56 2048 – zu Gast am Bahnhof Wolfistadt.

Das Wechselstrommodell der Firma Fleischmann wurde zwischen 1987 und 1991 gebaut.

Das Original wurde zwischen 1921 und 1928 mit fast 850 Exemplaren als preussische G8.2 gebaut und später von der Reichsbahn in die Baureihe 56.20-29 eingeordnet. Die letzten Exemplare wurden in Deutschland Anfang der 70er Jahre ausgemustert.

In Deutschland ist aus dieser Baureihe keine Lok erhalten. Unter der Nummer Tp3 39 ist jedoch noch eine in Polen im Eisenbahnmuseum Warschau zu sehen.

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